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Schweizer Bevölkerung wächst trotz vermehrter Todesfälle

Mittwoch, 07. April 2021
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wuchs per Ende 2020 gegenüber dem Vorjahr um 0.7% auf 8.7 Millionen Personen. Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse 2020 der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Die Zahl der Todesfälle stieg auf 76000 an, während die Eheschliessungen, Geburten und Scheidungen zurückgingen. Die Bevölkerungszunahme entspricht derjenigen von 2018 und 2019 und ist damit erneut eine der schwächsten der letzten zehn Jahre.

2020 verzeichnete die Schweiz 163000 Einwanderungen sowie 106500 Auswanderungen. Der Wanderungssaldo ist nach wie vor positiv (+56500), jedoch im Vergleich zu 2019 sowohl für Ein- als auch für Auswanderungen im geringeren Masse.

Mehr Todesfälle und weniger Geburten

2020 sind in der Schweiz 76.000 Menschen gestorben, dies sind 8200 mehr als im Vorjahr (+12.1%). Diese starke Zunahme hängt mit der Covid-19-Pandemie zusammen. Bei den Männern erhöhte sich die Anzahl Todesfälle im Vergleich zu 2019 stärker als bei den Frauen (+14.6% gegenüber +9.9%). Bei den Personen ab 65 Jahren stiegen die Todesfälle um 12.7% von 59400 im Jahr 2019 auf 66900 im Jahr 2020. Zum Vergleich: Die Todesfälle von 0- bis 64-Jährigen nahmen lediglich um 8.2% zu, von 8400 auf 9100. Nahezu in allen Kantonen wurde ein Anstieg der Todesfälle verbucht. Einzige Ausnahme war der Kanton Nidwalden, in dem 2020 zwei Todesfälle weniger registriert wurden als 2019.

Mögliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Geburten lassen sich erst ab Ende 2020 bzw. in den ersten Monaten 2021 eindeutig feststellen. Die Anzahl Geburten in der Schweiz ging von 86 200 im Jahr 2019 leicht auf 85 500 zurück (–0.8%). 72.4% der Geburten erfolgten innerhalb einer Ehe, 27.6% waren nicht ehelich. Gemäss den provisorischen Zahlen lag die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau 2020 bei 1.46.

Sinkende Lebenserwartung

Zwischen 2019 und 2020 sank die Lebenserwartung der Männer bei Geburt von 81.9 auf 81.1 Jahre (–0.8 Jahre), jene der Frauen von 85.6 auf 85.2 Jahre (–0.4 Jahre). Diese Abnahmen lassen sich mehrheitlich mit den steigenden Sterberaten im hohen Alter erklären. So ging die verbleibende Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren bei den Männern um 0.7 Jahre (von 20.0 auf 19.3 Jahre) und bei den Frauen um 0.5 Jahre (von 22.7 auf 22.2 Jahre) zurück

Zwei von fünf Ehen enden mit Scheidung

Der Rückgang der Anzahl Eheschliessungen und Scheidungen im Lauf des Jahres 2020 hing vermutlich mit der Covid-19-Pandemie zusammen. Es wurden 10.4% weniger Ehen geschlossen als 2019. Auch wurden weniger Scheidungen ausgesprochen, nämlich -4.7%. Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung stieg zwischen 2019 und 2020 von 15.4 auf 15.6 Jahre, was darauf hindeutet, dass sich mehr lang verheiratete Paare scheiden liessen. Bei Fortsetzung der 2020 beobachteten Trends ist davon auszugehen, dass zwei von fünf Ehen (39.2%) irgendwann mit einer Scheidung enden.

Ausführliche Mitteilung zu den provisorischen Ergebnissen 2020 der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS)

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