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Pilotversuch zum saisonalen Mitarbeiter-Sharing im Gastgewerbe gescheitert

Montag, 20. Dezember 2021
Um den Herausforderungen der saisonbedingten Arbeitslosigkeit und des Fachkräftemangels im Gastgewerbe zu begegnen, wurde 2019 der Pilotversuch Mitarbeiter-Sharing mit Fokus auf Kooperationen zwischen Tessiner und Graubündnern Gastgewerben gestartet. Im Rahmen der Evaluation wurde Saisonmitarbeitenden die Möglichkeit geboten, über die Plattform jobs2share.ch einen Arbeitsvertrag mit zwei Betrieben für zwei aufeinanderfolgende Saisons abzuschliessen. Damit sollten Ganzjahresperspektiven geschaffen und die Arbeitslosenversicherung (ALV) entlastet werden.

Das Modell des Mitarbeiter-Sharings wird im Schlussbericht des Projekts, der vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO vorgelegt wurde, als «grundsätzlich sinnvoll und begrüssenswert» bezeichnet. Die Evaluation des Pilotversuchs während der letzten drei Jahre zeige allerdings, dass Betriebe nur zögerlich für das Vorhaben gewonnen werden konnten. Die Nutzerzahlen der Plattform jobs2share.ch blieb unter den Erwartungen; diese lagen bei 200 Vertragsabschlüssen pro Jahr, wiesen aber zum Projektende nur 87 Personen aus, die Kooperationsverträge abgeschlossen haben. Die geringe Zahl von Teilnehmenden führte zu mehr Kosten als finanziellem Nutzen für die ALV, so die Mitteilung des SECO. Der Pilotversuch werde deshalb per Ende 2021 beendet.

Vernetzung zwischen den Betrieben wird fortgesetzt

Einige Elemente des Mitarbeiter-Sharings wie die Career Days, der Erfahrungsaustausch und der direkte Austausch von Mitarbeitenden zwischen Bündner und Tessiner Betrieben werden in Zukunft vom Verein mit dem Verband Hotellerie Suisse weitergeführt. Der Verein Mitarbeiter-Sharing wurde im Jahre 2016 von der Fachhochschule Graubünden zusammen mit mehr als 20 Mitgliedsunternehmen gegründet. Die über 50 Betriebsstätten der Mitgliedsunternehmen stammen grösstenteils aus den Kantonen Graubünden und Tessin.

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