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Gesundheitsförderung Schweiz zeichnet 2026 neun Organisationen erstmals mit dem Label «Friendly Work Space» aus. Sie engagieren sich nachweislich für ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und fördern aktiv die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden.
Emotionale Erschöpfung ist in der Schweizer Arbeitswelt weit verbreitet. Gesunde Arbeitsbedingungen und ein unterstützendes Arbeitsumfeld sind deshalb zentrale Voraussetzungen, damit Mitarbeitende langfristig gesund und leistungsfähig bleiben können. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) schafft dafür einen systematischen Rahmen und trägt dazu bei, Gesundheit langfristig in Strukturen, Prozessen und der Unternehmenskultur zu verankern.
Mit dem Label «Friendly Work Space» zeichnet Gesundheitsförderung Schweiz Organisationen aus, die ihre Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeitenden systematisch wahrnehmen. Zurzeit setzen sich laut Mitteilung in der Schweiz und Liechtenstein über 110 Labelbetriebe mit über 200000 Mitarbeitenden gezielt dafür ein, Belastungen frühzeitig zu erkennen, Ressourcen zu stärken und Führung, Zusammenarbeit und Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten.
Anlässlich der Award-Verleihung vom 29. Oktober 2026 in Aarau werden folgende Organisationen erstmals mit dem Label «Friendly Work Space» ausgezeichnet:
Das Label «Friendly Work Space» ist jeweils drei Jahre gültig. Anschliessend können Organisationen ihr BGM im Rahmen eines Re-Assessments erneut überprüfen lassen. 2026 haben 28 Organisationen diesen Prozess erfolgreich abgeschlossen.
Das Label «Friendly Work Space» zeichnet Organisationen aus, die BGM systematisch in ihrer Organisation und im Arbeitsalltag verankern. Grundlage bilden 14 Qualitätskriterien, die sowohl die strategische Steuerung als auch die konkrete Umsetzung des BGM berücksichtigen.
Die Kriterien sind fünf Themenfeldern zugeordnet:
Sie berücksichtigen damit unter anderem gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung, Leadership und Zusammenarbeit, die Beteiligung der Mitarbeitenden, Kompetenzentwicklung sowie Früherkennung und Wiedereingliederung. Gleichzeitig wird betrachtet, welchen Beitrag das BGM zum Unternehmenserfolg leisten soll und wie seine Wirkung überprüft wird.
Die Qualitätskriterien des Labels wurden Ende 2025 umfassend überarbeitet. Sie sind klarer strukturiert, praxisnah aufgebaut und lassen sich unabhängig von Grösse und Organisationsform anwenden. Damit bietet «Friendly Work Space» Organisationen einen verlässlichen Standard, um gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen systematisch zu gestalten, zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Auszeichnung für gesundes Arbeitsumfeld