Wir werden nicht andere, wenn wir pensioniert sind
70 sei das neue 60 und das Rentenalter obsolet, also abzuschaffen. Das lässt sich – etwas polemisch – aus aktueller Forschung ableiten.
Im Jahr 2024 belief sich der monatliche Bruttomedianlohn für eine Vollzeitstelle (privater und öffentlicher Sektor zusammen) auf 7024 Franken pro Monat (2022: 6788 Franken). Die 10% der Arbeitnehmenden mit den tiefsten Löhnen verdienten weniger als 4635 Franken pro Monat, während die am besten bezahlten 10% der Arbeitnehmenden einen Lohn von über 12526 Franken erhielten. Dies sind Erkenntnisse aus der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2024 des Bundesamts für Statistik (BFS).
Zwischen 2008 und 2024 blieben die Unterschiede zwischen dem oberen und unteren Ende der Lohnpyramide in der Gesamtwirtschaft insgesamt stabil. In diesem Zeitraum stiegen die Löhne der am schlechtesten bezahlten 10% der Arbeitnehmenden am stärksten an (+18.1%), bei den am besten bezahlten Arbeitnehmenden erhöhten sie sich um 16.8%. In der «Mittelschicht» fiel das Lohnwachstum mit 15.4% am tiefsten aus.
Die Lohnhierarchie wird weitgehend vom Ausbildungsniveau bestimmt. Mit einem universitären Abschluss erhielten Arbeitnehmende für eine Vollzeitstelle einen Bruttomonatslohn von 10533 Franken, mit einem Fachhochschulabschluss 9288 Franken und mit einem EFZ 6390 Franken.
Bei vergleichbarer Ausbildung waren hingegen die Art der Funktion und die ausgeübte Tätigkeit im Unternehmen ausschlaggebend für die Höhe der effektiven Entlöhnung. Eine Person mit Universitätsabschluss verdiente in einer Stelle mit einem hohen Mass an Verantwortung 14409 Franken, während es in einer Stelle ohne Verantwortung 8645 Franken waren. Analog dazu belief sich der Lohn für eine Person mit EFZ in einer Stelle mit einem hohen Mass an Verantwortung auf 8252 Franken und in einer Stelle ohne Verantwortung auf 6162 Franken.
In der Gesamtwirtschaft verringert sich das Lohngefälle (Median) zwischen Frauen und Männern stetig. 2024 lag es bei 8.4%, gegenüber 9.5% im Jahr 2022, 10.8% im Jahr 2020 und 11.5% im Jahr 2018. Die geschlechterspezifischen Lohndifferenzen lassen sich teilweise durch unterschiedliche Merkmale der Person (z. B. Bildungsniveau, Alter) oder der besetzten Stelle (das Verantwortungsniveau am Arbeitsplatz und der Wirtschaftszweig) erklären. Diese Lohnunterschiede widerspiegeln die unterschiedliche berufliche Integration der Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt.
Die geschlechterspezifischen Lohnunterschiede nehmen zwar stetig ab, sind jedoch umso ausgeprägter, je höher die Hierarchiestufe ist. So verdienten im Jahr 2024 Frauen in Stellen mit hohem Verantwortungsniveau 10077 Franken brutto pro Monat, während Männer auf derselben Stufe 11715 Franken erhielten, was einer Differenz von 14% entspricht (2022: 14.7%; 2020: 16.8%; 2018: 18.6%). Am anderen Ende der Skala, bei Arbeitsstellen ohne Kaderfunktion, war das Lohngefälle 2024 mit 5.2% zuungunsten der Frauen weniger ausgeprägt (2022: 5.7%; 2020: 6.9%; 2018: 7.6%).
Wie in den Vorjahren war die Verteilung der Frauen und Männer innerhalb der verschiedenen Lohnklassen nach wie vor sehr ungleich. Am unteren Ende der Lohnpyramide, d. h. bei einem Vollzeitbruttolohn von weniger als 4500 Franken, fanden sich 62% Frauen und 38% Männer. Umgekehrt waren bei den Arbeitnehmenden mit einem Gehalt von mehr als 16000 Franken pro Monat 74.9% Männer und 25.1% Frauen.
2024 entsprach eine Tieflohnstelle einer Vollzeitstelle mit einem monatlichen Bruttolohn von weniger als 4683 Franken. Der Anteil der Tieflohnstellen belief sich auf 10.8% (2022: 10.5%). Zwischen 2008 und 2024 blieb dieser Anteil in der Schweiz sehr stabil bei 10.2% bis 11.7%.
Folgende Wirtschaftszweige verzeichneten 2024 einen hohen Anteil an Tieflohnstellen: Detailhandel (24.6%), Luftfahrt (26.3%), Gastronomie (47.8%), Beherbergung (48.7%) und persönliche Dienstleistungen (56.3%). Im Gegensatz dazu war der Anteil der Tieflohnstellen bei den Banken (0.6%), den Versicherungen (0.8%) und der öffentlichen Verwaltung (1.4%) sehr gering.
Die Schweizer Monatslöhne variieren zwischen den Regionen immer noch deutlich. Während der Bruttomedianlohn 2024 schweizweit 7024 Franken betrug, belief er sich in der Region Zürich auf 7502 Franken und im Tessin auf 5708 Franken.
Die 10% der bestbezahlten Personen verdienten in der Region Zürich über 13970 Franken brutto pro Monat, in der Genferseeregion 12636 Franken, in der Ostschweiz 11030 Franken und im Tessin 10012 Franken. Am anderen Ende der Skala, bei den am schlechtesten bezahlten 10% der Arbeitnehmenden, waren die Lohnunterschiede zwischen den Grossregionen deutlich weniger ausgeprägt. Die Löhne beliefen sich auf weniger als 4761 Franken in der Grossregion Zürich, 4585 Franken in der Genferseeregion, 4563 Franken in der Ostschweiz und 3783 Franken im Tessin.
Diese regionalen Lohnunterschiede sind im Laufe der Zeit relativ beständig. Sie lassen sich weitgehend durch die räumliche Konzentration von Wirtschaftszweigen mit hoher Wertschöpfung und durch strukturelle Besonderheiten der regionalen Arbeitsmärkte erklären.
70 sei das neue 60 und das Rentenalter obsolet, also abzuschaffen. Das lässt sich – etwas polemisch – aus aktueller Forschung ableiten.
KI nimmt uns je länger desto mehr Arbeiten ab. Matthias Mölleney findet deshalb, dass wir lernen müssen, Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll zu nutzen.
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