Strukturelle Hürden behindern Karrierechancen
Die Studie zeigt, dass strukturelle Diskriminierung ein grosses Problem darstellt. Rund 22% der Betroffenen berichten von altersbegrenzenden Regeln oder Vorschriften. Besonders Frauen bekommen oft Aufgaben, die unter ihrem Qualifikationsniveau liegen. Diese strukturelle Benachteiligung schränkt ihre berufliche Entwicklung ein. Ältere Arbeitnehmende berichten, dass ihnen Weiterbildungsangebote verwehrt bleiben und ihre Aufstiegschancen blockiert werden. Rund 31% erhalten keine Fortbildungsangebote mehr, und 26% werden bei Beförderungen übergangen. Diese strukturellen Hindernisse machen es schwer, im Job voranzukommen.
Emotionale und soziale Ausgrenzung
Neben struktureller Diskriminierung erleben viele ältere Arbeitnehmende auch emotionale Ausgrenzung. Rund 18% der Betroffenen berichten von sozialer Ausgrenzung oder persönlichen Beleidigungen. Diese emotionale Diskriminierung führt zu einem belastenden Arbeitsumfeld und kann die Motivation erheblich mindern.
Thomas Kindler betont, dass Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels die Zusammenarbeit zwischen den Generationen fördern müssen: «Generationenübergreifende Teams sind ein echter Gewinn für jede Unternehmenskultur.» Unternehmen sollten Vorurteile abbauen und die Vorteile älterer Arbeitnehmender nutzen.
Silver Worker als wertvolle Ressource
Auch im Bewerbungsprozess sind ältere Arbeitnehmende oft benachteiligt. Rund 28% der Befragten berichten von Diskriminierung bei Bewerbungen. In der Altersgruppe der 50- bis 67-Jährigen steigt der Anteil sogar auf 35%. Besonders in Branchen wie dem Gesundheitswesen oder der Logistik, die stark auf die Arbeitskraft der älteren Generationen angewiesen sind, ist es wichtig, Vorurteile abzubauen und diese wertvolle Ressource zu nutzen. Die Integration von Silver Workern in den Arbeitsmarkt ist nicht nur ein Gewinn für die Unternehmen, sondern auch ein Schritt hin zu einer inklusiveren Arbeitswelt.
Deutsche Führungskräfte mobben ältere Arbeitnehmer