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Hochschulabsolventen bei Stellensuche gefordert

Zwischen 2023 und 2025 nahm die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) der Absolventinnen und Absolventen universitärer Hochschulen (UH) und Fachhochschulen (FH) ein Jahr nach ihrem Abschluss zu.

28.08.2026
Lesezeit: 2 min
skynesher

Bei den Personen mit einem UH-Master erhöhte sich die Erwerbslosenquote von 3.9% auf 6.4%, bei jenen mit einem FH-Bachelor von 3.4% auf 4.9%. Bei den Absolventinnen und Absolventen der pädagogischen Hochschulen (PH) blieb die Erwerbslosenquote auf 0.7% begrenzt. Dies sind einige der wichtigsten Ergebnisse der Hochschulabsolventenbefragung (EHA) des Bundesamts für Statistik (BFS).

Wie bereits beim Abschlussjahrgang 2022 fiel die Erwerbslosenquote gemäss ILO ein Jahr nach dem Abschluss bei den FH-Bachelorabsolvent in den Fachbereichen Musik, Theater und andere Künste (10.8%), Design (10.0%) und angewandte Linguistik (9.4%) sowie bei den UH-Masterabsolventen der Fachbereichsgruppe Interdisziplinäre und Andere (8.6%) am höchsten aus. Umgekehrt waren die niedrigsten Quoten weiterhin bei den UH-Masterabsolventinnen der Medizin und Pharmazie (1.6%) sowie bei den FH-Bachelorabsolventen der Fachbereiche Gesundheit und Soziale Arbeit (1.7% bzw. 1.5%) zu verzeichnen.

Die Erwerbslosigkeit breitet sich auf bisher weitgehend verschonte Bereiche aus

Zwischen den Abschlussjahrgängen 2022 und 2024 stieg die Erwerbslosenquote gemäss ILO in einigen Fachbereichen stark an. Bei den UH-Masterabsolvent/-innen der Fachbereichsgruppen Technische Wissenschaften und Wirtschaftswissenschaften hat sie sich mehr als verdoppelt (von 2.1% auf 4.8% bzw. von 3.5% auf 8.5%). Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften (von 5.1% auf 8.5%) sowie in den Exakten und Naturwissenschaften (von 4.5% auf 6.8%) war eine deutliche Zunahme zu beobachten. Bei den FH-Bachelorabsolventen des Fachbereichs Technik und IT erhöhte sich die Erwerbslosenquote gemäss ILO von 3.0% auf 6.4%, bei jenen des Fachbereichs Wirtschaft und Dienstleistungen von 4.5% auf 6.4%.

Immer mehr Absolventen haben Mühe, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden

Der Anteil der Absolventinnen, die nach eigenen Angaben Schwierigkeiten hatten, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden, nahm zwischen den Abschlussjahrgängen 2022 und 2024 stark zu. Bei den UH-Masterabsolventen stieg er von 30.0% auf 44.1%, bei den FH-Bachelorabsolventinnen von 24.2% auf 36.9%. Die PH-Absolventen bilden mit einem stabilen Anteil von rund 12.0% eine Ausnahme.

Zwischen den Abschlussjahrgängen 2022 und 2024 stieg der Anteil der Absolventinnen, die angaben, keine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden, in einigen Fachbereichen besonders stark. Bei den UH-Masterabsolventen der Fachbereichsgruppe Technische Wissenschaften erhöhte er sich von 22.9% auf 43.3%, bei jenen der Wirtschaftswissenschaften von 26.8% auf 43.9% und bei den FH-Bachelorabsolventinnen des Fachbereichs Technik und IT von 18.8% auf 39.6%.

Die wirtschaftliche Lage wird zunehmend als Hindernis für eine Anstellung wahrgenommen

Als häufigste Ursache für Schwierigkeiten bei der Stellensuche gaben die Absolventen des Abschlussjahrgangs 2024 die fehlende Berufserfahrung an. Sie wurde 2025 von rund zwei Dritteln der UH-Masterabsolventinnen und von knapp drei Vierteln der FH-Bachelorabsolventen genannt. Im Vergleich zum Abschlussjahrgang 2022 deutlich häufiger erwähnt wurde die wirtschaftliche Lage: 42.5% der UH-Masterabsolventen (gegenüber 23.8% im Jahr 2023) und 37.9% der FH-Bachelorabsolventen (gegenüber 19.5% im Jahr 2023) gaben sie als Grund für Schwierigkeiten bei der Stellensuche an.

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