Ärztemangel trotz grösserer Zahl an Ärztinnen und Ärzten
In der Schweiz gibt es immer mehr Ärztinnen und Ärzte. Dennoch besteht weiterhin ein Fachkräftemangel. Das stellt der Berufsverband FMH in seiner Statistik zum vergangenen Jahr fest.
Die Gesundheitskonferenz Kanton Zürich (GeKoZH) belegt laut Mitteilung mit einer Analyse von Kostendaten von privaten Spitex-Firmen ohne kommunalen Leistungsauftrag gravierende Missstände. Die meisten geprüften Firmen hielten sich nicht an die verbindlichen kantonalen Vorgaben zur Berechnung der Pflegekosten. Folglich bezahlen die Zürcher Gemeinden Pflegekosten, die sich an fehler- und lückenhaften Normkosten orientierten. Gemäss Analyse entsprechen die vom Kanton festgesetzten Normkosten nicht den tatsächlichen Pflegekosten, sondern seien vermutlich deutlich zu hoch. Die GeKoZH wolle rasch systemweite Verbesserungen herbeiführen und arbeite dazu mit dem Amt für Gesundheit des Kantons Zürich zusammen.
Private Spitex-Organisationen leisten laut Mitteilung der Association Spitex privée Suisse (ASPS) im Kanton Zürich einen zentralen Beitrag zur Pflege zu Hause. Im Jahr 2024 erbrachten sie über 50% der gesamten ambulanten Pflegeleistungen und fast zwei Drittel der Grundpflege. Ohne private Anbieter wäre die ambulante Versorgung heute nicht mehr flächendeckend gewährleistet. Die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der Leistungserbringer (Touren mit Kurzeinsätzen bei der öffentlichen Spitex und Bezugspflege bei der privaten Spitex) ergänzten sich in der Praxis optimal. Dies ermögliche, dass der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen und dem Wunsch nach einem langen Leben zu Hause auch in Zukunft im Zentrum stehen könne.
Private und öffentliche Spitex erbringen die gleichen Pflegeleistungen und unterliegen denselben gesetzlichen Vorgaben. Trotzdem erhielten öffentliche Organisation im Kanton Zürich bis zu 65 Franken höhere Beiträge pro Pflegestunde als private Anbieter – ohne Zusatznutzen für Patientinnen und Patienten. Diese Differenz sei weder sachlich noch finanzpolitisch nachvollziehbar. Würden die Leistungen der privaten Spitex zu den gleichen Kosten vergütet wie jene der öffentlichen Organisationen, entstünden Mehrkosten von über 170 Mio. Franken pro Jahr.
Kostenanalysen müssen korrekt sein
Die ASPS unterstützt Transparenz und Kostenkontrolle. Pflegekosten müssen jedoch sauber
von anderen Leistungen wie Betreuung, Hauswirtschaft oder Personalverleih getrennt
analysiert werden. Das sehen wir in der Kostenanalyse der GeKoZH nicht gegeben. Zudem
basiert die vorliegende Analyse der GekoZH auf einer unzureichenden Auswahl von
Betrieben und bezieht einen Vergleich von Kosten und Löhnen von öffentlichen Spitex nicht
mit ein.
In der Schweiz gibt es immer mehr Ärztinnen und Ärzte. Dennoch besteht weiterhin ein Fachkräftemangel. Das stellt der Berufsverband FMH in seiner Statistik zum vergangenen Jahr fest.
Tipps für fokussiertes Arbeiten, sinnvolles Zeitmanagement und den Umgang mit Jugendlichen, denen es schwerfällt, sich zu konzentrieren.
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