Die Unternehmen in der Schweiz wiesen im 3. Quartal 5.5 Millionen Beschäftigte aus, berichtet das Bundesamt für Statistik (BFS). Dies entspricht einer Zunahme von 2800 Stellen (+0.1%) innert Jahresfrist. Der Frauenanteil lag bei 46.6%. Ende des 3. Quartals arbeiteten 2.3 Millionen Beschäftigte Teilzeit (Frauenanteil 69.2%). Auf Vollzeitstellen gerechnet, erreichte das Beschäftigungsvolumen 4.3 Millionen Stellen (Frauenanteil 40.6%). Das sind 3000 Vollzeitäquivalente weniger als vor einem Jahr (–0.1%).
Die Beschäftigung im zweiten Sektor (Industrie und Baugewerbe) hat im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7600 Stellen (–0.7%) auf 1.1 Millionen Beschäftigte abgenommen. Der dritte Sektor (Dienstleistungen) wies in der gleichen Zeitspanne 10400 Stellen (+0.2%) mehr aus und erreichte ein Volumen von 4.4 Millionen Beschäftigten.
Kurzfristige Entwicklung negativ
Im Vergleich zum Vorquartal nahm der Personalbestand in den Unternehmen im 3. Quartal saisonbereinigt um 3300 Stellen (–0.1%) ab. Damit reduzierte sich der Beschäftigungsstand innerhalb eines Quartals im zweiten Sektor um 2100 Stellen (–0.2%), der dritte Sektor verharrte hingegen auf Vorquartalsniveau.
Einfacher Fachpersonen zu finden
Die Unternehmen meldeten insgesamt 88400 offene Stellen. Im Vergleich zu vor einem Jahr ist dies ein Minus von 10300 Stellen (–10.5%). Sowohl im zweiten Sektor (–13.4%) wie auch im dritten Sektor (–9.6%) wurden weniger offene Stellen gezählt. Gemessen an allen Stellen entsprach die Quote im Total 1.6%, im zweiten Sektor 1.8% und im dritten Sektor 1.5%.
Die Unternehmen gaben im 3. Quartal an, dass die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften, gewichtet nach der Anzahl der Beschäftigten, im Vergleich zum Vorjahresquartal abgenommen haben (36.3%; –1.7 Prozentpunkte).
Beschäftigungsaussichten verhalten
Der Anteil der Unternehmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planen, lag im 3. Quartal bei 9.8% (11% im Vorjahresquartal) der Gesamtbeschäftigung, und jener, die einen Abbau beabsichtigen, bei 5.4% (5.1% im Vorjahresquartal). Der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (–0.9%), liegt aber immer noch im positiven Bereich.