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FH-Lohn- und Kompetenzstudie: Weiterbildung zahlt sich aus

Mittwoch, 12. Mai 2021
Im Schnitt verdienen Absolvierende von Fachhochschulen knapp 100000 Franken jährlich. Die Mehrheit unter ihnen hat eine Kaderfunktion inne. Die Befragten rechnen damit, dass Methoden- und Sozialkompetenz in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

An der diesjährigen Lohn- und Kompetenzstudie von FH SCHWEIZ, dem Dachverband der Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen, haben über 15000 Personen Auskunft über ihren jetzigen Lohn und die aktuellen und in Zukunft gefragten Kompetenzen gegeben. Die Resultate im Überblick.

Der Medianlohn der 13000 Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen, die an der Lohnstudie 2021 teilgenommen haben, liegt bei 99450 Franken pro Jahr. 97% der Befragten konnten ihr Lohnniveau mindestens halten, 48% sogar steigern. Die Ökonomen verdienen in fast allen Branchen mehr als Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen anderer Fachbereiche. Die lukrativsten Branchen sind Pharma, Chemie sowie Finanz- und Versicherungswesen. Auch der Arbeitsstandort beeinflusst das Salär: Zürich ist mit einem Median von 108000 Franken pro Jahr Spitzenreiter, darauf folgen die weiteren Deutschschweizer Kantone und das Ausland mit einem Medianlohn von rund 100000 Franken pro Jahr.

Mehrheit der befragten FH-Absolventen sind im Kader

Obwohl über 70% der Studienteilnehmenden unter 40 Jahre alt sind, haben fast 60% aller Befragten eine Kaderfunktion inne. Sie verdienen zwischen rund 101000 und 133000 Franken pro Jahr. «Diese Studie bestätigt einmal mehr, dass Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen in der Gesellschaft und Wirtschaft eine tragende Rolle spielen», so Toni Schmid, Geschäftsführer von FH SCHWEIZ. Je älter, desto eher sind die Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen in einer oberen Kaderposition tätig. Entsprechend steigt der Medianlohn kontinuierlich mit dem Alter.

Weiterbildung lohnt sich

Die Studienteilnehmenden mit einer Master-Weiterbildung (MAS) sind öfter (über 80%) in einer Kaderfunktion tätig als jene mit einem anderen Abschluss, über 25% sogar in einer oberen Kaderfunktion. Parallel dazu verdienen diejenigen mit einem MAS-Abschluss deutlich am meisten: Ihr Medianlohn beträgt 133000 Franken pro Jahr. Sehr viele Personen planen eine Weiterbildung in absehbarer Zukunft. Am ehesten ein CAS (35%), aber auch die weit zeitaufwändigeren MAS, MBA und EMBA sind beliebt (knapp 20%). Die Nachfrage nach Weiterbildungen bleibt also weiterhin hoch.

Arbeitsmarktfähigkeit bleibt hoch

Die Einschätzung der Studienteilnehmenden, innerhalb von sechs Monaten eine Stelle zu finden bzw. eine gleichwertige Stelle zu finden, sinkt etwas im Vergleich zur Einschätzung der Studienteilnehmenden 2019. Trotzdem denkt die Mehrheit weiterhin, dass sie eine gleichwertige Stelle finden würden. Bei den über 50-Jährigen nimmt die Beurteilung der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit deutlich ab.

Zusätzliche Erhebungen über aktuell und zukünftig gefragte Kompetenzen

Dieses Jahr wurden zusammen mit der ZGP, Zürcher Gesellschaft für Personal-Management, nebst den Löhnen auch Fragen zu den aktuell und zukünftig gefragten Kompetenzen integriert. 10000 Personen mit unterschiedlichem Bildungshintergrund haben ihre Einschätzungen bekanntgegeben. Die Kompetenzen, die die Arbeitenden heute als relevant empfinden, erachten sie auch in 5 Jahren als wichtig. Trotzdem zeigt sich folgende Tendenz: Fachwissen wird heute als sehr wichtig beurteilt. Die Befragten denken jedoch, dass die Wichtigkeit des Fachwissens in den nächsten fünf Jahren sinken wird. Dafür rechnen sie damit, dass Methoden- und Sozialkompetenz an Bedeutung gewinnen wird. Für den Kompetenzerwerb fühlen sich 80% selbst verantwortlich. Für den Bereich Führungskompetenz sehen die Befragten noch am ehesten den Arbeitgeber in der Pflicht. Als geeignete Methoden für den Erwerb der Kompetenzen werden Coaching, Mentoring und Weiterbildungen in den Vordergrund gestellt.

Vielfältige Informationen einfach abrufbar

Weitere Resultate der FH-Lohnstudie sind auf www.fhlohn.ch kostenpflichtig abrufbar. Die Website bietet Zugang zu beliebig vielen Referenzlöhnen. Über eine Eingabemaske können die Lohnprofile verfeinert werden.

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