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Zürcher Akademikerinnen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen

Montag, 16. Mai 2022
Wer an der Universität Zürich (UZH) studiert hat, etabliert sich in der Regel schnell am Arbeitsmarkt. Akademikerinnen verdienen allerdings immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Frauen holen allerdings rasch auf.

Die Mehrheit der Studierenden an der UZH ist mittlerweile weiblich: Im vergangenen Jahr betrug der Anteil Frauen bereits 59%. Die Einkommen in den Jahren nach dem Abschluss bilden diese Gleichstellung jedoch noch nicht ab.

Die UZH wollte wissen, wie gut ihre Absolventinnen und Absolventen nach Eintritt ins Berufsleben verdienen und führte dazu eine Studie durch. Diese am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass das Einkommen bei Männern zwischen dem ersten und zehnten Jahr nach den Abschluss steil ansteigt und dann etwas flacher weiter wächst.

Bei Frauen steigt das Einkommen anfangs zwar ebenfalls steil an, flacht aber bereits vier Jahre nach dem Abschluss ab. Die durchschnittliche Differenz zwischen Männern und Frauen beträgt ein Jahr nach dem Studienabschluss 20%. Nach einem Jahrzehnt beträgt der Lohnunterschied bereits 50%.

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Es liegt nicht nur am Teilzeitpensum

Dies liegt vor allem daran, dass Frauen immer noch häufiger Teilzeit arbeiten als Männer. «Das erklärt einen Teil des Unterschieds, aber nicht den ganzen», sagte Uni-Rektor Michael Schaepman.

In welchen Branchen das Verdienstgefälle besonders gross ist, kann die Uni nicht sagen. Für die Studie wurden AHV-Daten von 30 000 Absolventinnen und Absolventen mit Jahrgängen zwischen 1960 und 1990 ausgewertet, aus diesen lässt sich jedoch keine Branche ablesen.

Einkommen der Männer geht zurück

Je jünger die Absolventinnen und Absolventen sind, desto kleiner wird jedoch das Gefälle. Jüngere Männer arbeiten gemäss der Studie häufiger Teilzeit, so dass ihr Einkommen sinkt, während Frauen vermehrt mit grossem Pensum oder Vollzeit arbeiten.

Der Einkommenszuwachs bei jüngeren Frauen sei massiv, so die UZH. Irgendwann dürften sich die Kurven von Frauen und Männern annähern, das heisst dass Männer und Frauen dann gleich viel arbeiten und es auch keine nicht erklärbaren Lohnunterschiede mehr gibt.

Im vergangenen Jahr schlossen 6078 Studentinnen und Studenten ihre Ausbildung an der UZH ab und stiegen ins Berufsleben ein. Ihre Löhne machen 11% aller Erwerbseinkommen im Kanton Zürich aus, respektive 2.3% aller Erwerbseinkommen in der Schweiz. (sda)

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