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Altersvorsorge zweitgrösste Sorge

Donnerstag, 24. November 2022
Das Thema Umwelt steht 2022 an erster Stelle der Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer – allerdings prozentual auf gleichem Niveau wie letztes Jahr. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Themen AHV/Altersvorsorge und Energie, während die Pandemie nicht mehr unter den zehn wichtigsten Sorgen ist. Erstmals findet sich die Arbeitslosigkeit nicht mehr in den Top-Ten.

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat im Auftrag der Credit Suisse die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nach ihren Sorgen und nach wesentlichen Identitätsmerkmalen des Landes befragt. Mit 39% ist die Belastung der Umwelt (Umweltschutz, Klimawandel, Umweltkatastrophen) die neue Top-Sorge der Schweiz (die Befragten konnten jeweils fünf Top-Sorgen nennen). Dieser Wert ist zwar gleich hoch wie letztes Jahr, doch weil die COVID-19-Pandemie – klarer Spitzenreiter in den Jahren 2020 (51%) und 2021 (40%) – mit aktuell noch 13% offensichtlich zu einem Alltagsproblem geworden und aus den Top-Sorgen verschwunden ist, rückt das Umwelt-Thema dieses Jahr auf Platz 1 der Sorgen nach. Das Thema AHV/Altersvorsorge rangiert mit 37% auf dem zweiten Platz.

Ukraine-Krieg wirkt sich aus

Wie aber widerspiegelt sich der am 24. Februar gestartete Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine im Sorgenbarometer konkret? Direkt als Sorge bezeichnet wird der Krieg von lediglich 20% der Bevölkerung (Rang 8). Doch mindestens drei weitere Spitzensorgen lassen sich in einen Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine bringen. So ist die Sorge um Energiefragen mit 25% (+11 Prozentpunkte, pp) massiv angestiegen und belegt neu Rang 3 der Sorgenrangliste – prozentual gleichauf mit der Sorge rund um die Ausgestaltung der Beziehungen zu Europa und der EU. Erstmals genannt wird von 21% die Versorgungssicherheit in Bezug auf Energie, Medikamente und Nahrungsmittel (Rang 7). 

Mit der Inflation (Rang 5, 24%) befindet sich ein weiterer Neuzugang unter den fünf grössten Sorgen. Das Gesundheitswesen – eine traditionelle Hauptsorge – wird ebenfalls von 24% als Sorge genannt, nachdem es 2018 und 2019 noch hohe 41% gewesen sind. Auf Platz neun und zehn schliesslich liegen die beiden Sorgen mit Bezug zur Migrationsthematik (Ausländer/innen resp. Flüchtlinge/Asylfragen).

Sorge um Wirtschaft und Lebensstandard – aber nicht um Arbeitslosigkeit

Die Stimmbevölkerung der Schweiz blickt mit deutlich weniger Optimismus in die (wirtschaftliche) Zukunft, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Angst, den eigenen Job zu verlieren. Im Gegenteil: die Arbeitslosigkeit fällt erstmals seit 1988 aus den Top-10 der grössten Sorgen. Vielmehr geht es um die Unsicherheit, ob und wie die Versorgung des Landes und der Erhalt des bis anhin gewohnten Lebensstandards unter den aktuellen Voraussetzungen mit zahlreichen Krisen gewährleistet werden kann. Die Einschätzung der aktuellen individuellen wirtschaftlichen Lage weist zwar noch keine Abweichungen gegenüber den Vorjahren auf: 65% (+0 pp) der Befragten bezeichnen sie als gut oder sehr gut, lediglich 6% (+0 pp) als schlecht oder sehr schlecht. Der Blick auf die kommenden zwölf Monate zeigt aber ein deutlich anderes Bild: nicht weniger als 19% (+9 pp) befürchten eine Verschlechterung ihrer persönlichen Situation. So viele sind es in den 27 Jahren, in denen diese Frage erhoben wird, noch nie gewesen.

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