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Meldungen und anerkannte Fälle von beruflich bedingtem Hautkrebs haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2024 hat die Suva insgesamt 137 Fälle anerkannt – fast fünfmal mehr als noch 2020. Aufgrund der hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen. Schätzungen gehen von 1000 Fällen pro Jahr aus.
Wer im Freien auf Baustellen, an Fassaden und Dächern, im Gartenbau oder im Strassenunterhalt arbeitet, ist der Sonne besonders stark ausgesetzt. Studien zeigen: Menschen, die regelmässig draussen arbeiten, erhalten ein Vielfaches mehr an UV-Strahlung als jemand, der drinnen arbeitet. Von den rund 25000 Personen, die in der Schweiz jährlich an hellem Hautkrebs erkranken, sind schätzungsweise rund 1000 Fälle auf UV-Strahlung bei der Arbeit zurĂĽckzufĂĽhren.Â
Der Anstieg der anerkannten Fälle zeigt vor allem eines: Das Bewusstsein fĂĽr Hautkrebs als mögliche Berufskrankheit wächst. «Die Sensibilisierung der letzten Jahre zeigt eine erste Wirkung. Immer mehr Menschen melden Hautveränderungen ihrer Unfallversicherung», sagt Roland Krischek, Fachexperte UV-Schutz bei der Suva. «Viele Betroffene wissen jedoch nach wie vor nicht, dass Hautkrebs durch langjährige UV-Belastung bei der Arbeit als Berufskrankheit anerkannt werden kann. Wir gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gibt noch viel zu tun.», so Krischek weiter.Â
Wer verdächtige Hautveränderungen feststellt, sollte diese rasch ärztlich abklären lassen. FrĂĽh erkannt lässt sich heller Hautkrebs besser behandeln. Wer ĂĽber Jahre im Freien gearbeitet hat, kann abhängig von der Exposition und Diagnose einen Hautkrebs als Berufskrankheit anerkennen lassen. In diesem Fall entfallen Franchise und Selbstbehalt fĂĽr die Behandlung der betroffenen Person, weil die Unfallversicherung die Kosten ĂĽbernimmt.Â
Die UV-Belastung ist in den Sommermonaten am höchsten. Besonders betroffen sind Stirn, Ohren, Nase, Lippen und Nacken. Dort tritt heller Hautkrebs häufig auf.Â
Arbeitgeber sind verpflichtet, geeignete Schutzmassnahmen kostenlos bereitzustellen. Arbeitnehmende mĂĽssen diese Schutzmassnahmen konsequent anwenden.
Beruflich bedingter Hautkrebs nimmt zu