Vielfalt der Coworking-Typen
Parallel zur kulturellen Reifung hat sich das Angebot stark ausdifferenziert. Community-orientierte Coworking Spaces richten sich an Selbständige, kleinere Unternehmen und projektbasierte Teams. Der Mehrwert entsteht hier vor allem über Austausch, Gastgeberrolle und soziale Nähe. Beispiele dafür sind Impact Hub, Citizen Space oder lokale Anbieter wie das Bürolokal in Wil.
Daneben haben sich im Rahmen von immobilienbasierten Geschäftsmodellen Coworking- und Flexible-Office-Anbieter etabliert, insbesondere in grossen Businesszentren wie Zürich und Genf. Anbieter wie Westhive, Office Lab oder Headsquarter bieten «Office as a Service» für ganze Teams oder Abteilungen, inklusive Infrastruktur, Services und Events. Coworking Spaces werden von grossen Unternehmen aus allen Branchen genutzt, die zentrale Lagen benötigen, ohne langfristige Mietverträge eingehen zu wollen.
Eine weitere Kategorie bilden hochwertige Premium-Coworking-Angebote wie der Wunderraum in Pfäffikon oder Satellite Office. Sie richten sich an erfahrene Führungskräfte, Verwaltungsräte und etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Diskretion, hochwertige Ausstattung und persönliche Betreuung stehen hier im Vordergrund. Das Coworking wird zum professionellen Ankerpunkt ohne klassische Bürobindung.
Ergänzt wird der Markt durch regionale und thematische Coworking-Ökosysteme. Projekte wie der Hof zu Wil oder Mia Engiadina im Engadin verbinden Coworking mit Kultur, Gastronomie, Offsites und regionaler Vernetzung. «Das Ziel ist in diesen Beispielen nicht klassisches Pendler-Coworking, sondern Retreats und temporäre Arbeitsaufenthalte», sagt Schäpper-Uster. Entscheidend sei, dass man nicht isoliert im Hotel arbeite, sondern im Coworking Space mit Kontakt zu lokalen Akteuren.
Coworking Spaces? Selbstverständlich