Auch an die Rentnerinnen und Rentner denken
Rentnerinnen und Rentner beziehen in der Regel Leistungen, die von Änderungen des Pensionskassenreglements oder von den Jahresergebnissen nicht betroffen sind. Sie haben jedoch oft noch ein Interesse an der Firma oder erfahren auch aus anderen Quellen Neuigkeiten, die sie interessieren oder sogar beunruhigen können.
Informieren Sie daher Ihre Rentnerinnen und Rentner ebenfalls mit einigen der jährlichen Mitteilungen und Rundschreiben. Das kann diesen helfen, den Kontakt zu halten und sich zu versichern, dass die Leistungen sicher und sie selbst Teil einer gut geführten Pensionskasse sind.
Einen jährlichen Kommunikationsplan erstellen
Es gibt Ereignisse wie eine Änderung des Umwandlungssatzes, auf die flexibel mit einer Ad-hoc-Mitteilung reagiert werden muss. Trotzdem empfehlen wir, dass der Stiftungsrat jedes Jahr mit einem im Voraus festgelegten Kommunikationsplan zu den jährlich stattfindenden und planbaren Ereignissen beginnt:
- Jahresabschlüsse;
- jährliche Rentenbescheinigung/Pensionskassenausweis;
- Möglichkeit, einen Beitragsplan zu wählen;
- Erinnerungen an die Möglichkeit, einen Einkauf zu tätigen.
Sie können weitere Themen hinzufügen:
- Anlageergebnisse des vergangenen Jahrs;
- Zinsgutschrift auf den Altersguthaben;
- Aktuelles aus der schweizerischen Gesetzgebung (beispielsweise die Reform AHV 21).
Auch die Organisation einer jährlichen Personalinformationsveranstaltung ist eine mögliche Kommunikationslösung. Dabei werden viele Informationen zu einem einzigen Zeitpunkt übermittelt. Dies kann dazu führen, dass vieles bald vergessen wird. Es ist besser, das ganze Jahr über Mitteilungen zu versenden, um das Thema frisch zu halten und in den Köpfen der Mitarbeitenden zu verankern. Sobald sich der Stiftungsrat einig ist, was wann mitgeteilt werden soll, legen Sie fest, wer für die Erstellung des Entwurfs verantwortlich ist, wie die endgültige Fassung genehmigt und die Nachricht übermittelt wird.
Beispiele für andere obligatorische Mitteilungen
Ereignisse, bei denen die Kommunikation besonders essenziell ist, sind die Wahl der Arbeitnehmervertretung und die Ankündigung einer Teilliquidation. Diese müssen oft im Voraus geplant werden, um sie den aktiven Versicherten, manchmal auch den Rentnerinnen und Rentnern, zu kommunizieren. Vereinbaren Sie auch hier, wer für die Kommunikationsinhalte verantwortlich ist, wie die Entscheidungswege verlaufen – und legen Sie vor allem die Übermittlungsmethode fest, die für die Effektivität der Kommunikation äusserst wichtig ist.
Wahl der Arbeitnehmervertretung
Die Arbeit in einem Stiftungsrat ist eine grosse Verpflichtung. Kandidatinnen und Kandidaten müssen wissen, worauf sie sich einlassen, und über die richtigen Fähigkeiten verfügen, um die Funktionsweise einer Pensionskasse zu verstehen und einen positiven Beitrag zu leisten.
Daher muss der Stiftungsrat klar darlegen, was die Aufgabe mit sich bringt, welche Kompetenzen erforderlich sind, den Zeitaufwand angeben (Anzahl der Sitzungen pro Jahr usw.) und natürlich die Sprache definieren, in der über die Geschäfte der Pensionskasse verhandelt wird. Viele internationale Unternehmen führen die Sitzungen des Stiftungsrats auf Englisch durch, unabhängig davon, ob sie ihren Sitz in Genf oder Zürich haben.
Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Stiftungsrat stellen sich den Versicherten der Pensionskasse vor der Abstimmung vor. Der Stiftungsrat kann ihnen bei der Erstellung ihres Lebenslaufs behilflich sein. So wird sichergestellt, dass die Informationen relevant und einheitlich sind. Dies ermöglicht es den Versicherten, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Sie erhalten die Gewissheit, dass das Verfahren transparent ist und fair gehandhabt wird.
Teilliquidation
Je nach Reglement der Pensionskasse wird eine Teilliquidation in der Regel durch das Ausscheiden einer grossen Anzahl von Mitarbeitenden in kurzer Zeit ausgelöst, zum Beispiel infolge einer Restrukturierung in der Firma des Arbeitgebers.
Die Auswirkungen auf die Pensionskasse sind je nach ihrer finanziellen Lage und der relativen Anzahl der Austretenden unterschiedlich. Oft hat dies für die verbleibenden Mitglieder keine Folgen, aber die Teilliquidation muss dennoch kommuniziert werden. Die Herausforderung liegt darin, einen komplexen Sachverhalt zu vermitteln und gleichzeitig die Mitglieder zu beruhigen.
Kommunikation ist der Schlüssel
Der Stiftungsrat muss den Destinatären viele wichtige Informationen zukommen lassen. Es ist vorteilhaft, dies auf geplante, organisierte und professionelle Weise zu tun. Ein klarer und prägnanter Inhalt und die Wahl der richtigen Übermittlungsmethoden sorgen dafür, dass die Kommunikation mit den Versicherten verbessert wird.
Die Kommunikation mit den Versicherten ist das A und O