Geben Sie im Seminar auch Empfehlungen zu Tools?
Die Bedürfnisse der Unternehmen und ihre systemtechnischen Ausgangslagen sind extrem unterschiedlich. Deshalb halten wir uns mit Empfehlungen sehr zurück. Es gibt viele unkomplizierte, moderne Tools. Ich gebe immer zwei grundsätzliche Hinweise:
Man sollte sich darüber Gedanken machen, was man wirklich braucht, bevor man sich von bunten Bildern und interaktiven Infografiken mitreissen lässt. Welche Fragestellungen will man fokussieren, und welche Tools können hier einen Beitrag leisten?
Der zweite Hinweis bezieht sich auf die Datenqualität: Man kann fantastische Dashboards aufbauen, aber wenn die Daten dahinter nicht zuverlässig und qualitativ hochstehend einfliessen, dann gibt es ein Problem.
Zudem: Was nĂĽtzt ein Dashboard, wenn Probleme und Massnahmen nicht diskutiert werden? Bevor man also ein Dashboard kreiert, sollte man den Prozess, in dem Erkenntnisse in der Organisation bearbeitet werden, implementiert haben.
Welche Chancen bietet datenbasierte Entscheidungsfindung HR-Verantwortlichen?
Ich möchte HR-Verantwortlichen Mut machen, das Thema HR-Analytics proaktiv anzugehen. Genau das wollen wir mit unserem Kompaktkurs unterstützen. Wir wollen die Angst davor nehmen, einfach mal zu starten. Es kann sehr viel Freude machen, mit Daten zu arbeiten und Fragestellungen nachzugehen. Eine saubere Analyse schafft eine gute Basis für Proaktivität. Damit haben HR-Verantwortliche die Möglichkeit, aus ihrer oftmals reaktiven Rolle herauszuwachsen, Entwicklungen anzuschieben und Chancen zu nutzen. So wird HR zum strategischen Partner. Dies wird meist schnell deutlich, wenn die ersten Analyseergebnisse vorliegen. Ich erlebe es häufig, dass Geschäftsleitungen unmittelbar Folgeprojekte in Auftrag geben und dass das HR durch diese Beiträge als Businesspartner sehr viel ernster genommen wird.
Einstieg in HR-Analytics