Nach den neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) waren im zweiten Quartal 2026 insgesamt 5,406 Millionen Personen in der Schweiz erwerbstätig. Auch in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) legte die Beschäftigung zu, wenn auch etwas moderater um 0,6 Prozent.
Trotz des Beschäftigungswachstums sank die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen leicht von 80,0 auf 79,5 Prozent. Auf Vollzeitbasis gerechnet ging die Quote von 67,5 auf 67,2 Prozent zurück.
Mehr Erwerbslose trotz Beschäftigungswachstum
Parallel zur steigenden Erwerbstätigkeit nahm auch die Zahl der Erwerbslosen zu. Gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren im zweiten Quartal rund 252'000 Personen erwerbslos. Das sind 15'000 mehr als im Vorjahresquartal.
Die Erwerbslosenquote stieg dadurch von 4,6 auf 4,9 Prozent. Damit liegt die Schweiz weiterhin unter dem Niveau vieler europäischer Länder, der Abstand hat sich jedoch etwas verkleinert.
Unterschiedliche Entwicklungen in Europa
Während die Erwerbslosenquote in der EU insgesamt bei 5,9 Prozent verharrte, entwickelten sich die Arbeitsmärkte in den Nachbarstaaten unterschiedlich:
- Deutschland: 3,9 % (Vorjahr: 3,7 %)
- Frankreich: 7,9 % (Vorjahr: 7,2 %)
- Ă–sterreich: 5,6 % (Vorjahr: 5,5 %)
- Italien: 5,9 % (Vorjahr: 6,5 %)
Damit bleibt Deutschland weiterhin das Land mit der tiefsten Erwerbslosenquote unter den grossen Nachbarn, während Frankreich den stärksten Anstieg verzeichnete.
Leichtes Plus auch gegenĂĽber dem Vorquartal
Saisonbereinigt setzte sich das Beschäftigungswachstum auch im Vergleich zum ersten Quartal 2026 fort. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm um 0,5 Prozent zu, die Vollzeitäquivalente stiegen um 0,2 Prozent. Die Erwerbslosenquote erhöhte sich im selben Zeitraum leicht von 5,0 auf 5,1 Prozent.
Erwerbstätigkeit wächst weiter, Arbeitslosigkeit zieht leicht an