Jedes Profil wird nach der Auswertung mit dem Teammitglied, auf Wunsch mit der vorgesetzten Person und einer Expertin oder einem Experten von Outvision besprochen. Dabei werden Fragen geklärt, Wahrnehmungen ausgetauscht und mögliche Entwicklungsmassnahmen diskutiert.
Nach den Einzelgesprächen findet ein Team-Workshop statt, in dem es um das Gruppenprofil geht, das sich aus den Einzelprofilen ergibt. Hier kann die Vorgehensweise je nach Bedarf variieren: Für die Diskussion des Teamreports können die individuellen Profile anonymisiert oder offengelegt werden; dies hängt von der bereits vorhandenen Kommunikationskultur in der Gruppe ab. Die Offenlegung löse, so Meier, häufig eine gewisse Betroffenheit und lebendige Gespräche über die verschiedenen Persönlichkeiten und Werte aus. Beispielsweise werde darüber diskutiert, was eine hohe Anspruchshaltung oder Akribie eines Einzelnen für das Team bedeute und was dies in der Kommunikation auslöse. Dieser Austausch führe zu vertieften Einsichten, warum die Kommunikation mitunter scheitere. Unabdingbar: «Jede Person muss sich in diesen Gesprächen wertgeschätzt fühlen und vermittelt bekommen, dass ihre individuellen Stärken zur Gesamtleistung des Teams beitragen.» Dies sei eine Grundvoraussetzung für Resilienz im Team.
Geht es vornehmlich um Teamentwicklung, diskutiert man im Workshop auf Basis der Strategie darüber, wie man die gemeinsame Leistung verbessern könne, welche Stärken und Schwächen bestünden und welche Entwicklungspotenziale als Team noch auszuschöpfen seien. Bei einem Fokus des Workshops auf wertebasierte Strategieentwicklung geht es um eine gemeinsame Haltung und Führungsgrundsätze.
Auslöser für Entwicklungsprozesse
In diesem Prozess kann es auch zu Reibungen kommen. Häufig kämen aber in solchen Situationen nur Probleme auf den Tisch, die schon eine Weile gärten und nun eben ausgesprochen würden, berichtet Meier aus der Praxis. Dies könne dann Anstösse für Entwicklungsmassnahmen oder andere Veränderungen geben. «Häufig wird nach einer solchen Erfahrung aber der Wunsch geäussert, mit dem eigenen Führungsteam ebenfalls eine Diagnostik durchzuführen.» Und schliesslich schärfe die diagnostische Vorgehensweise auch das Bewusstsein für die Anforderungen zukünftiger Kompetenzprofile bei Neueinstellungen.
Entwicklungsmassnahmen, die aus den Ergebnissen abgeleitet werden, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Beispielsweise stehe das Thema Rollenschärfung immer wieder im Raum. Dies bearbeitet Outvision im Workshop beispielsweise anhand einer modifizierten Team-Canvas von Alexander Osterwalder (theteamcanvas.com), mit der Problemherde analysiert und strukturiert diskutiert werden. Fallbesprechungen aus dem eigenen Alltag im Rahmen von Peercoachings würden im Allgemeinen als sehr hilfreich und wirkungsvoll angesehen. Und schliesslich könne man diverse Methoden zur Verbesserung von Kommunikation und Kreativität erlernen.
Mit Diagnostik zur Teamresilienz