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Rentner fordern zweijähriges Moratorium für Krankenkassenprämien

Die Vereinigung zur Verteidigung der Rentnerinnen und Rentner (Avivo) hat vor dem Bundeshaus gegen die Erhöhung der Krankenkassenprämien demonstriert. Sie fordert ein zweijähriges Prämien-Moratorium.

03.11.2026
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istockphoto, erdikocak

«Seit 20 Jahren steigen die Prämien um fast 140%; das ist enorm», erklärt die Co-Präsidentin von Avivo Schweiz, Béatrice Métraux, gegenüber Keystone-SDA. Niemand habe in einem Jahr eine entsprechende Lohnerhöhung erlebt. Unter dem Ruf «Wir haben genug davon» versammelten sich Mitglieder von Avivo in Bern und wiesen auf ihre immer weiter sinkende Kaufkraft hin. «Zu den Krankenkassenprämien kommen noch die Kosten für Miete und Verkehr hinzu», sagte die ehemalige Waadtländer Staatsrätin.

Die geforderte Dauer des Moratoriums beträgt zwei Jahre, damit sich Politiker, Parlament und Bundesrat an einen Tisch setzen und über die besten Mittel zur Begrenzung dieses Anstiegs beraten können, so Métraux weiter. Um diesen Erhöhungen Einhalt zu gebieten, wird die Politik ihrer Meinung nach reagieren müssen, wenn die Bevölkerung weiterhin demonstriert.

Keine Kürzungen

Man wolle aber keine Einschränkung der medizinischen Versorgung und ihrer Qualität, so Métreux weiter. «Wir sind der Meinung, dass die Versicherungen über ausreichende Reserven verfügen und dass es Möglichkeiten gibt, über eine Senkung der Arzneimittelpreise zu diskutieren.»

Um sich Gehör zu verschaffen, setzt die Avivo auf ihre Mitglieder im National- und Ständerat. «Wir werden sie dazu anregen, parlamentarische Vorstösse einzureichen und sich zwei Jahre lang für Gespräche einzusetzen», erklärte die Waadtländerin.

Im September hatte Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider angekündigt, dass die Krankenkassenprämien in der Schweiz um durchschnittlich 5% ansteigen werden. Die Zunahme der Behandlungen, der medizinische Fortschritt und die Alterung der Bevölkerung wurden als Gründe für diesen erneuten Anstieg genannt. (sda)

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