Krankenkassenprämien könnten 2028 in Zug um 25% steigen
Die Prämien für die Krankenversicherungen könnten 2028 im Kanton Zug um 25% steigen. Davon geht der Regierungsrat aufgrund einer «unverbindlichen Schätzung» aus.
Die Prämien für die Krankenversicherungen könnten 2028 im Kanton Zug um 25% steigen. Davon geht der Regierungsrat aufgrund einer «unverbindlichen Schätzung» aus.
Schlafstörungen belasten das Schweizer Gesundheitswesen und die Wirtschaft mit jährlich rund 15 Mrd. Franken. Das sind die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa, wie aus einer im Fachblatt «European Journal of Neurology» erschienenen Studie hervorgeht.
Im Rahmen der Veröffentlichung ihres Jahresberichts «Schweizer Suchtpanorama 2026» prangert die Stiftung Sucht Schweiz Sparmassnahmen zu Lasten der Prävention an. Suchterkrankungen würden die Unternehmen und das Gesundheitswesen jährlich 8 Milliarden kosten.
Die Kosten für von den Krankenkassen übernommene Medikamente sind erneut gestiegen. Gemäss Daten des Bundesamts für Gesundheit lagen sie 2024 bei rund 9.2 Mrd. Franken. 2014 waren es noch 5.8 Milliarden gewesen.
Mit einem 2017 eingeführten Prüfverfahren für medizinische Leistungen will der Bund das Wachstum bei den Gesundheitskosten dämpfen. Eine Bilanz zeigt nun: Das Programm lohnt sich. Die Einsparungen belaufen sich mittlerweile auf 150 Mio. Franken jährlich.
Die Kosten für Medikamente in der Grundversicherung haben 2024 eine Rekordmarke gebrochen. Sie betrugen 9.4 Mrd. Franken und stiegen somit um 3.6% gegenüber dem Vorjahr. Ein wesentlicher Mitgrund sei die zunehmende Intransparenz bei der Preisbildung.
Die Gesundheitskosten in der Schweiz wachsen weiter, und das stärker als in der Vergangenheit. Hauptkostentreiber ist dabei die Langzeitpflege, wie Prognosen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich zeigen. Ein weiterer Kostentreiber sind ambulante Behandlungen, während stationäre weiterhin an Anteil verlieren.
Der Kanton Bern führt kommendes Jahr neue Tarife für die Entschädigung von pflegenden Angehörigen ein. Damit will der Regierungsrat finanzielle Fehlanreize für Spitex-Organisationen reduzieren.
Nicht übertragbare Krankheiten wie Krebs oder Herzleiden verursachen laut einer Studie weit mehr als zwei Drittel der gesamten jährlichen Gesundheitskosten in der Schweiz. 2022 entsprach dies 65.7 Mrd. Franken.
Verschiedene Akteure des Schweizer Gesundheitswesens haben sich an Rundtischgesprächen auf 38 Massnahmen zur Dämpfung des Kostenwachstums geeinigt. Sie sollen einen jährlichen Spareffekt von rund 300 Millionen Franken haben.
Die Krankenkassenprämien steigen 2026 durchschnittlich um 4.4%. Die mittlere Monatsprämie beträgt 393.30 Franken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 16.60 Franken.
Nach einem Gesamtverlust von 1.2 Mrd. Franken in 2023 erzielten die Krankenkassen 2024 einen Gewinn von 400 Mio. Franken, der in die Reserven zurückgeführt wurde. Da die Gesundheitskosten jedoch auch 2025 weiter stark ansteigen (+4.7% im 1. Halbjahr), dürften die Prämien in 2026 um rund 5% erhöht werden.
Die Gesundheitskosten sind in der Schweiz im Jahr 2023 um 2,4 Prozent gestiegen. Das Schweizer Gesundheitswesen kostete damit rund 94 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Pro Kopf wurden damit jeden Monat rund 881 Franken für die Gesundheit ausgegeben.
Eine parlamentarische Initiative fordert Gebühren bei unnötigen Konsultationen in Notaufnahmen. Die Vorlage hat in der Vernehmlassung von Verbänden und Parteien jedoch fast ausschliesslich Ablehnung erfahren.
Sowohl akute Behandlungen als auch die Langzeitpflege erfolgen vermehrt ambulant. Doch auch in Zukunft wird es stationäre Angebote brauchen. Zu diesem Schluss kommen die Fachleute, die anlässlich des Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik über die Zukunft des Gesundheitswesens diskutierten.
Gemäss der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich dürften die Schweizer Gesundheitsausgaben 2025 auf über 100 Mrd. Franken steigen. In diesem Jahr nehmen die Ausgaben wohl um über 4% zu.
Die Nein-Anteile zu den Abstimmungsvorlagen vom 24. November nehmen laut neuesten Umfragen zu. Klare Zustimmung geniesst nur die einheitliche Finanzierung im Gesundheitswesen, der Autobahnausbau ist umstritten, und die beiden Mietrechtsvorlagen haben kaum Chancen.
Sanitas-Chef Andreas Schönenberger will stärker auf die Eigenverantwortung von Versicherten setzen. Die Gesundheitskosten könnten gesenkt werden, wenn sich die Schweiz am Modell Singapur orientiere, wie er im Gespräch mit «Tamedia» sagte.
Der Bund hat tiefere Preise für knapp 300 Arzneimittel verfügt. Durchschnittlich werden diese Arzneimittel 12% billiger. Das dürfte zu Einsparungen von geschätzt mindestens 90 Mio. Franken führen.
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider hat die Abstimmungskampagne für die Reform der Finanzierung im Gesundheitswesen lanciert. Ein Ja des Souveräns an der Urne soll zu einer Kosten- und Prämiensenkung beitragen. Abgestimmt wird am 24. November.
Während 61% der Arbeitgeber der Ansicht sind, dass ihre Programme einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Mitarbeitergesundheit leisten, stimmen dem nur 40% der Beschäftigten zu. Das zeigt eine jüngst veröffentlichte Umfrage unter 41 Unternehmen mit insgesamt 85000 Mitarbeitenden.
Die Gesundheitskosten sind im ersten Halbjahr 2024 um rund 1 Mrd. Franken gestiegen. Wichtigste Kostentreiber waren ambulante Leistungen in Praxen und Spitälern.
Die immer älter werdende Bevölkerung ist laut einer neuen Studie der CSS kein relevanter Kostentreiber im Gesundheitswesen. Die steigenden Kosten seien nur zu einem Siebtel auf die Demografie zurückzuführen.
Walk-in-Praxen können für Konsultationen während der von ihnen angebotenen Öffnungszeiten keine Inkonvenienz-Pauschalen abrechnen. Dies hat das Bundesgericht im Fall einer solchen Praxis in Winterthur entschieden. Die Pauschale decke die Unannehmlichkeiten von Ärzten ab, die gezwungen sind, ausserhalb ihrer normalen Arbeitszeit dringend Patienten zu behandeln.
Die veraltete Tarifstruktur für ambulante ärztliche Leistungen namens Tarmed wird per Anfang 2026 abgelöst. Der Bundesrat hat die neue Einzelleistungstarifstruktur Tardoc sowie die ersten ambulanten Pauschalen genehmigt.
vps.epas | Postfach | CH-6002 Luzern | Tel. +41 41 317 07 07 | info@vps.epas.ch