Gesundheitskosten stiegen 2024 um 4.1%

Montag, 27. April 2026
Die Kosten für das Schweizer Gesundheitswesen sind im Jahr 2024 erneut deutlich gestiegen, nämlich um 4.1% auf 97 Mrd. Franken. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik.

Die meisten Ausgaben fielen bei der ambulanten und stationären Kurativpflege und der Langzeitpflege an, wie aus einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht. Gegenüber dem Vorjahr stiegen 2024 zudem die Kosten für Medikamente, therapeutische Apparate und Verbrauchsmaterial stark an. Gesunken sind hingegen die Ausgaben für Prävention: Diese erreichten 2024 erstmals wieder das Vor-Corona-Niveau.

Mehr als zwei Drittel der Leistungen wurden von Spitälern (36.2%), sozialmedizinischen Institutionen (16.3%) und Arztpraxen (15.8 %) erbracht, fast ein Zehntel vom Detailhandel, also zum Beispiel von Apotheken.

Hauptlast tragen Privathaushalte

Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Gesundheitskosten 2024 mit einem Anstieg um 4.1% fast doppelt so stark an wie 2023 (2.4%).

Privathaushalte trugen entweder direkt oder über die Krankenversicherungsprämien nahezu zwei Drittel der insgesamt 97 Mrd. Franken. Gemäss BFS wurden die restlichen Gesundheitskosten weitgehend durch die Kantonen finanziert.

Im November 2025 veröffentlichte Prognosen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich versprechen kein Ende: Der Prognose zufolge sollen die Gesundheitskosten 2025 3.7% angestiegen und mit 3.6% in diesem und 3.5% im nächsten Jahr auf hohem Niveau weiterwachsen.

Ausgaben in Uri mehr als ein Drittel tiefer als in Basel-Stadt

Die Gesundheitskosten des Jahrs 2024 machten 11.4% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Schweiz aus. Grösser ist der BIP-Anteil in Deutschland, Österreich und Frankreich, kleiner in Italien.

Pro Kopf betrugen die Gesundheitsausgaben mehr als 10000 Franken. Pro Monat beliefen sich die Kosten durchschnittlich auf 899 Franken. Dabei herrschten grosse kantonale Unterschiede: Am höchsten lagen sie in Basel-Stadt (13709 Franken pro Kopf), am tiefsten in Uri (8671 Franken pro Kopf).

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