Eine Gruppe von SVP-Exponenten hat erfolglos Unterschriften für ein Referendum gegen das Gesetz gesammelt. Sie sehen im ÜLG keine sinnvolle Unterstützung von älteren Arbeitslosen, sondern vielmehr eine «Entlassungsrente». Hier die Argumente der Befürworter und der Gegner der Vorlage.
Befürworter:
- Ältere Arbeitslose drohen in die Altersarmut abzurutschen, weil sie ihr Vermögen aufbrauchen und vorzeitig die AHV-Rente beziehen und ihre Altersguthaben aus der 2. und 3. Säule antasten müssen.
- Gemäss einer Studie ist nicht zu befürchten, dass sich ältere Arbeitslose weniger um eine Integration in den Arbeitsmarkt bemühen oder dass Arbeitgeber vermehrt ältere Mitarbeitende sozusagen in die ÜL entlassen.
Gegner:
- Das ÜLG setzt falsche Anreize: Firmen werden weniger Skrupel haben, Mitarbeitende ab 58 Jahren zu entlassen, um sie der Arbeitslosenkasse und dann der ÜL anzuhängen.
- Personen mit einem Vermögen von über 50 000 Franken und Ehepaare mit über 100 000 Franken müssen ihre Altersvorsorge erst aufzehren, bevor sie eine ÜL erhalten. Eigenverantwortlichkeit bei der Altersvorsorge würde dadurch diskreditiert.
- Wer etwas für die älteren Schweizer Arbeitnehmenden tun will, der schiebt sie nicht in eine Rente ab, sondern gibt ihnen Arbeit.
- Erst müssten die bestehenden Sozialwerke saniert werden, bevor ein neues geschaffen wird.
Von
Überbrückungsleistungen oder Entlassungsrente?