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Bedrohungsszenario des Jobkillers Elektromobilität durch Fraunhofer-Studie relativiert

Freitag, 08. Januar 2021
Das Fraunhofer-Institut führte im Auftrag des Autoherstellers Volkswagen eine Studie zu den Folgen des Trends zur Elektromobilität für die Beschäftigung in Deutschland durch. Sie kam zu dem Schluss, dass überhöhte Befürchtungen zu relativieren seien.

Der Transformationskorridor des kommenden Jahrzehnts zeige keinen einheitlichen Trend der Beschäftigungsentwicklung. Stattdessen werde es ein vielfach verflochtenes Nebeneinander von Arbeitsplatzaufbau, Arbeitsaufwertung und Arbeitsplatzentfall geben «Die technologiegetriebenen qualitativen Veränderungen der Arbeit werden sich dabei voraussichtlich als grössere Herausforderung erweisen als die quantitativen Arbeitsvolumenverluste», stellen die Forscher fest. Gerade die qualitativen Veränderungen verlangten einen teils massiven Kompetenzaufbau. Dieser qualitative Kompetenzaufbau mache einen tiefgreifenden Wandel der Unternehmenskulturen notwendig, folgern die Forscher weiter. Durch die zunehmende Digitalisierung, die mit der Elektromobilität einhergehe verändere sich der Bedarf der Vernetzung der Automobilbranche mit anderen Branchen. «Über die ganze Lieferkette hinweg wird sich die Wertschöpfung im Zuge der Elektrifizierung und Digitalisierung neu organisieren. Bei dieser Neuorganisation dürfen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht unter die Räder geraten.»

Diese Transformationsansage trifft auch die Schweiz, denn die Automobilwirtschaft spielt für die Schweizer Wirtschaft eine bedeutende Rolle: Ca. 575 relevante Schweizer Zulieferer internationaler Hersteller beschäftigen ca. 34000 Personen und erwirtschaften einen Gesamtumsatz von ca. 12.3 Milliarden Franken, wie eine Studie von Swiss Car 2019 analysierte. (he)

Studie «Beschäftigung 2030 - Auswirkungen von Elektromobilität und Digitalisierung auf die Qualität und Quantität der Beschäftigung bei Volkswagen; Abschlussbericht

Artikel zur Schweizer Autoindustrie (mit Registrierung)

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