Schweizerinnen und Schweizer leben länger gesund

Mittwoch, 22. Februar 2023
Menschen in der Schweiz leben nicht nur länger, sondern auch länger gesund. Das zeigt eine neue Studie in der Fachzeitschrift «Swiss Medical Weekly». Zwischen 2007 und 2017 gewannen die 65-Jährigen Männer demnach 2.1 gesunde Lebensjahre dazu, die Frauen 1.5 Jahre.

Nach der Pensionierung mit 65 hatten Männer 2017 damit noch 16.2 Lebensjahre ohne Behinderung oder Gebrechen vor sich, bei den 65-jährigen Frauen waren es 16 Jahre, wie aus der Studie hervorgeht.

Stärkerer Anstieg von gesunden Jahren als Gesamtlebenserwartung

Insgesamt überwogen die Gewinne bei der Lebenserwartung bei guter Gesundheit sogar die allgemeinen Gewinne bei der generellen Lebenserwartung. Die Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren stieg bei Frauen im Untersuchungszeitraum um 0.6 Jahre und bei Männern um 1.3 Jahre auf 22.1 bzw. 19.7 Jahre.

Frauen leben also zwar länger als Männer, sind aber aber auch länger bei schlechter Gesundheit. «Dieser Aspekt der längeren Lebensdauer mit Gesundheitsproblemen bei Frauen wird durch zahlreiche Studien in vielen Ländern dokumentiert», erklärte Studienautor Laurence Seematter vom Universitätsspital Lausanne (Chuv) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Mögliche Folgen von Corona

Ob sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen wird, ist laut Seematter schwierig zu sagen. Es könnte eine Art Stabilität erreicht werden. In der Studie weisen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem darauf hin, dass die Corona-Pandemie die gesunde Lebenserwartung beeinflussen könnte. Zwar sei der Einfluss der Pandemie auf die Lebenserwartung nur vorübergehend gewesen. «Der Einfluss auf die Lebenserwartung ohne Invalidität könnte jedoch stärker sein, nicht nur wegen des funktionellen Rückgangs der Infizierten, sondern auch als Folge des Corona-Lockdowns, während dem ältere Menschen weniger körperlich und sozial aktiv waren und somit Risikofaktoren für Invalidität akkumulierten», schrieben die Autorinnen und Autoren in der Studie.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysierten für die Studie Daten aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik (BFS) zur alters- und geschlechtsspezifischen Prävalenz von leichter und schwerer Behinderung. (sda)

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