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6. Nationale Konferenz «Ältere Arbeitnehmende»: Bund, Kantone und Sozialpartner ziehen durchwachsene Bilanz

Dienstag, 16. November 2021
Zum sechsten und letzten Mal hat in Bern die Nationale Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende stattgefunden, aus der insgesamt 14 Massnahmen hervorgingen. Trotz Einigkeit darüber, dass ältere Arbeitnehmende einen wichtigen Beitrag zur Deckung der wachsenden Fachkräftenachfrage in der Schweiz leisten, fallen die Einschätzungen über die Notwendigkeit der Fortsetzung der Konferenz unterschiedlich aus.

An der diesjährigen Konferenz, die 2015 ins Leben gerufen worden ist, diskutierten Vertreter des Bundes und der Kantone sowie des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), von Travail.Suisse und des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) in Bern unter der Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin die Situation der älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz. Insgesamt wurden seit 2015 vierzehn Massnahmen auf den Weg gebracht. Abschliessend fiel die Beurteilung der Lage durch die Teilnehmenden wie bereits in den vergangenen Jahren unterschiedlich aus.

Die Arbeitsmarktlage von älteren Arbeitnehmenden hat sich seit der ersten Konferenz im Jahr 2015 deutlich verändert. Die Zahl der vollzeitäquivalenten Erwerbspersonen ab 55 nahm in den letzten fünf Jahren um 18% auf 826.000 im Jahr 2020 zu – dies ist die positive Entwicklung.

SGB: Unverständlicher Abbruch der Konferenz

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB sieht die Beendigung der Konferenz jedoch kritisch. Das Problem der Arbeits- und Erwerbslosigkeit habe sich in den letzten Jahren vergrössert. Besonders bedenklich sei, so die Stellungnahme des SGB, die Entwicklung seit der Corona-Krise. Sozialpolitisch sei die aufgrund der Coronapandemie gestiegene Arbeitslosigkeit von älteren Berufsleuten besonders besorgniserregend. Unabhängig von ihren Qualifikationen oder Lohnvorstellungen sei die Stellensuche über 55 besonders langwierig. Es gäbe zur Entschärfung dieser Situation noch eine ganze Reihe von Massnahmen zu diskutieren.

Travail.Suisse fordert Nationale Konferenz zur Arbeitswelt 4.0

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, forderte eine Weiterführung der Konferenz in einem grösseren Kontext. Für den Verband stehen Fragen der Aus- und Weiterbildung im Zentrum, denn «was älteren Arbeitnehmenden vor allem fehlt, ist die Unterstützung ihrer Arbeitgeber für die Weiterbildung. Digitalisierung und Corona-Pandemie haben Investitionen in die Bildung der Arbeitnehmenden noch dringender gemacht», sagt Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspoltik bei Travail.Suisse. (he)

Schlussbericht mit allen Initiativen im Überblick

Analyse: Lage der älteren Arbeitnehmenden

Travail.Suisse-Positionspapier

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