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Zahl der Grenzgänger in der Schweiz wächst stetig

Donnerstag, 24. Juni 2021
Ende 2020 arbeiteten rund 343000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der Schweiz. Vor 25 Jahren waren es noch halb so viele. Im Kanton Genf ist ihre absolute Zahl am höchsten. Im Kanton Tessin haben sie den grössten Anteil an der Gesamtbeschäftigung.

Dies sind einige Ergebnisse aus der Publikation «Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der Schweiz 1996–2020» des Bundesamtes für Statistik (BFS). Die 343000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die Ende 2020 in der Schweiz arbeiteten, machten 6.7% der Erwerbstätigen aus. Ihre Zahl hat sich seit Mitte der 1990er-Jahre von 140000 auf 343000 mehr als verdoppelt.

Zunahme seit 1998

Diese Entwicklung in der Schweiz während der 25 letzten Jahre hing von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von der Einführung der Personenfreizügigkeit und dem Wirtschaftswachstum, so die Medienmitteilung zu den Ursachen.

1996 ging die Anzahl Grenzgängerinnen und Grenzgänger noch leicht zurück, ab 1998 pendelten dann jedes Jahr mehr in die Schweiz. Seit 2004, dem Beginn der Liberalisierung des Schweizer Arbeitsmarkts für Personen mit einer Grenzgängerbewilligung, ist ein stärkeres Wachstum zu beobachten: Zwischen 1996 und Ende 2004 arbeiteten jedes Jahr im Durchschnitt 2.7% mehr in der Schweiz. In der Periode ab Ende 2004 bis Ende 2020 betrug dieses Wachstum dann durchschnittlich 4.4% pro Jahr. Insgesamt hat ihre Zahl von 1996 bis 2020 um 143% zugenommen.

Verteilung

Die meisten Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiteten Ende 2020 in einem Grenzkanton. Während ihre absolute Anzahl im Kanton Genf mit über 90 000 am höchsten war, ergibt sich ein anderes Bild, wenn man ihren Anteil an den Gesamtbeschäftigten betrachtet: am grössten war dieser mit 29% im Kanton Tessin, im Kanton Genf lag er bei 24%. Fast alle Grenzgängerinnen und Grenzgänger stammten Ende 2020 aus einem Nachbarstaat. Über die Hälfte (55%) hatte ihren Wohnsitz in Frankreich, gefolgt von Italien (23%) und Deutschland (18%).

Verglichen mit den inländischen Erwerbstätigen waren Grenzgängerinnen und Grenzgänger im 4. Quartal 2020 häufiger in der Industrie tätig. Von den inländischen Erwerbstätigen arbeiteten nur 21% im sekundären Sektor, bei den Grenzgängerinnen und Grenzgängern waren es 33%. Trotzdem war die Mehrheit, wie auch bei den inländischen Erwerbstätigen, im tertiären Sektor tätig. Während 77% aller inländischen Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich arbeiteten, waren es bei den Grenzgängerinnen und Grenzgängern lediglich 67%. (Medienmitteilung)

Kompletter Bericht

Ausländische Grenzgänger/innen nach Arbeitskanton, 4. Quartal, 1996 und 2020, Quelle: BFS – Grenzgängerstatistik (GGS) Ausländische Grenzgänger/innen nach Arbeitskanton, 4. Quartal, 1996 und 2020, Quelle: BFS – Grenzgängerstatistik (GGS)

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