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Zugewanderte Arbeitskräfte von Krise stärker getroffen

Montag, 28. Juni 2021
Arbeitskräfte aus dem EU-Raum bekamen im Jahr 2020 die Folgen der Covid-Krise am Arbeitsmarkt besonders zu spüren. Auch die Wanderungsströme reagierten auf die veränderte Arbeitsmarktsituation. Gleichzeitig bleibt die Personenfreizügigkeit zur flexiblen und bedarfsgerechten Deckung der Arbeitskräftenachfrage wichtig. Dies geht aus dem diesjährigen Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen hervor.

Die Covid-Krise hat im Jahr 2020 deutliche Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Das tatsächlich geleistete Arbeitsvolumen ging unter anderem wegen des Pandemie-bedingten Einsatzes von Kurzarbeit gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3.7% zurück. Das ging Arbeitsvolumen bei den EU-Staatsangehörigen um -4.5% zurück. Dies ist gut ein Drittel mehr als bei den Schweizer/-innen, bei welchen es sich um -3.4% verringerte. Auch vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren EU-Staatsangehörige stärker betroffen. Während sich vor allem bei Süd- und Osteuropäer/-innen deren hohe Beschäftigungsanteile im Gastgewerbe negativ auswirkten, schnitten Zugewanderte aus Nord- und Westeuropa vergleichsweise besser ab. Ihre Tätigkeiten liessen sich besonders häufig durch Verlagerung ins Homeoffice fortsetzen.

Insgesamt nahm der EU-Wanderungssaldo im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr nur wenig ab. Die angespannte Arbeitsmarktlage hatte aber einen spürbaren Rückgang der Neueinwanderungen vor allem von Erwerbstätigen zur Folge. Gleichzeitig wanderten auch deutlich weniger Personen aus der Schweiz aus. Der Bestand an Kurzaufenthalter/-innen, der stets eine besonders hohe Konjunkturreagibilität aufweist und als Puffer gegenüber Nachfrageschwankungen wirkt, baute sich deutlich ab. Mit der sich abzeichnenden konjunkturellen Erholung und dem zu erwartenden Abbau von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit dürfte sich die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften im Laufe dieses Jahres wieder erholen, so die Einschätzung des Berichts. (Medienmitteilung SECO)

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