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Frauen verdienten 2018 40% weniger als Männer

Mittwoch, 07. September 2022
Über alles gerechnet, haben Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren in der Schweiz im Jahr 2018 um 43.2% weniger verdient als Männer. Auch bei den Renten gibt es Unterschiede, was vor allem auf die Bezüge aus der 2. Säule zurückzuführen ist.

Der Bundesrat hat einen vom Parlament bestellten Bericht zum sogenannten Gender Overall Earnings Gap (GOEG) verabschiedet. Der GOEG betrug im Jahr 2018 43.2%. Grund ist gemäss dem Bericht, dass Frauen häufiger mit Teilzeitpensen arbeiten als Männer.

Tiefere Pensen als Hauptgrund

Rund 21 Prozentpunkte dieses Unterschiedes lassen sich mit der unterschiedlichen Zahl von Arbeitsstunden erklären, wie es im Bericht heisst. 13.3 Prozentpunkte entfallen auf den Stundenlohn, 8.4 Prozentpunkte auf die Erwerbstätigenquote.

Im privaten Sektor belief sich die durchschnittliche Lohndifferenz 2018 auf insgesamt 19.6%, im öffentlichen Sektor auf 18.1%. Der unerklärte Anteil der Bruttolohndifferenz entsprach 2018 im privaten Sektor durchschnittlich 684 Franken pro Monat. Je nach Wirtschaftszweig gibt es grosse Abweichungen von dieser Zahl.

Der GOEG ist ein von der EU-Statistikbehörde Eurostat entwickelter und berechneter synthetischer Indikator. Er bildet gemäss Bericht die Unterschiede beim Erwerbseinkommen zwischen 15- bis 64-jährigen Frauen und Männern ab.

Nur jede zweite Frau erhielt eine Rente aus der 2. Säule

Untersucht wurde auch der Einkommensunterschied bei Pensionierten, der Gender Pension Gap. Erhielten Rentnerinnen aus allen Säulen der Altersvorsorge im Jahr 2020 im Mittel 35840 Franken, hatten Rentner im Durchschnitt 18924 Franken mehr in der Tasche, nämlich 54764 Franken. Das entspricht einem Gap von 34.6%.

Frauen erhielten im Mittel zwar leicht höhere AHV-Renten, bezogen aber seltener eine Rente der beruflichen Vorsorge. Während etwa sieben von zehn Männern eine solche Rente erhalten, ist es bei den Frauen nur rund jede zweite, nämlich 49.7%. Auch erhalten Frauen aus der 2. Säule deutlich weniger Geld als Männer.

Kaum Unterschiede zwischen ledigen Frauen und Männern

Beim Rentenunterschied spielt der Zivilstand eine Rolle: Bei ledigen Frauen und Männern gibt es praktisch keinen Gender Pension Gap, was gemäss Bericht darauf hindeutet, dass sich die Erwerbsbiografien lediger Frauen und Männer nicht substanziell unterscheidet. Am stärksten ausgeprägt ist der Gap bei Verheirateten.

Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS)

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