Gesetzesänderungen und Masszahlen 2021
Per 1. Januar 2021 sind einige Änderungen in den Sozialversicherungen in Kraft getreten. Dazu zählt das revidierte Ergänzungsleistungsgesetz oder höhere AHV-Renten.
Der Bundesrat erntete mit seinen Vorschlägen für die Finanzierung der im März an der Urne beschlossenen 13. AHV-Rente laute Kritik. In seiner Botschaft hält er nun aber daran fest, den Zuschlag allein mit zusätzlichen Mehrwertsteuer-Prozenten zu finanzieren und den Bundesbeitrag an das Sozialwerk zu kürzen.
Der Mehrwertsteuer-Normalsatz würde von heute 8.1 auf 8.8% steigen, der Sondersatz für die Hotellerie um 0.4 Prozentpunkte auf 4.2% und der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs von 2.6 auf 2.8%. Diese Mehreinnahmen sollen die AHV bis 2030 im Gleichgewicht halten.
Weiter will der Bundesrat den Bundesbeitrag an die AHV von heute 20.2% auf neu 19.5% der Ausgaben der 1. Säule senken. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage. Statt rund 850 Mio. Franken müsste der Bund so noch rund 450 Millionen für die 13. AHV-Rente auslegen.
Ausbezahlt werden soll der «Dreizehnte» ab 2026 jeweils im Dezember an alle, die zu diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine AHV-Rente haben. Er darf nicht dazu führen, dass AHV-Bezügerinnen und -Bezügern die Ergänzungsleistungen gekürzt werden. Dieser Vorschlag stiess in der Vernehmlassung mehrheitlich auf Zustimmung.
Über die Erhöhung der Mehrwertsteuer für die 13. AHV-Rente muss erneut an der Urne entschieden werden, spätestens im September 2025. Zuvor - spätestens bis im März 2025 - muss das Parlament die Vorlage fertig beraten haben. Eine nächste AHV-Reform steht zudem bevor: Der Auftrag des Parlaments, bis 2026 Pläne für eine nächste umfassende AHV-Revision ab 2030 vorzulegen, liegt beim Bundesrat.
Per 1. Januar 2021 sind einige Änderungen in den Sozialversicherungen in Kraft getreten. Dazu zählt das revidierte Ergänzungsleistungsgesetz oder höhere AHV-Renten.
Fast ein Fünftel der Erwachsenen in der Schweiz glaubt, dass sich ihre finanzielle Situation 2021 verschlechtern wird. Das sind so viele wie noch nie in den letzten vier Jahren. Grund dafür sind Probleme am Arbeitsplatz wie Kurzarbeit oder Jobverlust. Weiterhin bereiten die Krankenkassenprämien Sorgen.
vps.epas | Postfach | CH-6002 Luzern | Tel. +41 41 317 07 07 | info@vps.epas.ch