Pandemie wirkte 2020 kostendämpfend auf Gesundheitsausgaben
Die Coronavirus-Pandemie hat sich im letzten Jahr insgesamt kostendämpfend auf die Gesundheitsausgaben ausgewirkt. Das ergab die Krankversicherungsstudie Schweiz.
Die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen lagen 2025 im Mittel bei 117.1%, gegenüber 114.7% im Vorjahr. Praktisch keine der Einrichtungen ohne Staatsgarantie hatte eine Unterdeckung. Im Vorjahr waren es noch 1% gewesen. Das gab die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) bekannt. Bei den Vorsorgeeinrichtungen mit Staatsgarantie lag der durchschnittliche Deckungsgrad bei 91.3% - gegenüber 88.3% im Vorjahr. 34% dieser Pensionskassen hatten einen Deckungsgrad von mindestens 100%.
Die durchschnittlich erwirtschaftete Netto-Performance aus den Anlagevermögen betrug 6.1% für Pensionskassen ohne Staatsgarantie und Vollversicherungslösung. Bei den Einrichtungen mit Staatsgarantie lag die mittlere Performance bei 6.2%. Im Vorjahr waren es rund 7.4 beziehungsweise 7.2% gewesen.
Die guten Renditen nützten auch den aktiven Versicherten. In Kassen ohne Staatsgarantie und ohne Vollversicherungslösung gab es auf Altersguthaben per Ende 2025 im Mittel überdurchschnittliche 4.3% Zins. Ende 2024 waren es 3.8% gewesen. Bei Einrichtungen mit Staatsgarantie waren die durchschnittlichen Zinserträge der Erwerbstätigen etwas tiefer. Ein grosser Teil der Vorsorgeguthaben wurde höher verzinst als zum Mindestsatz von 1.25%. Die Jahresteuerung betrug im vergangenen Jahr 0.2%.
Die Bilanz der Oberaufsichtskommission ist aufgrund dieser Zahlen positiv. 2025 sei dank der Anlagegewinne das dritte gute Jahr in Folge für die berufliche Vorsorge gewesen. «Die Deckungsgrade erreichten nahezu das Niveau der letzten Höchststände per Ende 2021», sagte OAK-BV-Präsidentin Vera Kupper Staub in Bern vor den Medien.
Wegen der gestiegenen geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken in den vergangenen anderthalb Jahren sei dies auch notwendig. Die Pensionskassen könnten in Krisenzeiten auf höhere Wertschwankungsreserven zurückgreifen. «Die Vorsorgeeinrichtungen sind gut bis sehr gut gerüstet», hielt auch OAK-BV-Vizepräsident Fabrizio Ammirati fest. Jedoch bleibe die Situation «fragil und unberechenbar».
Ammirati wies darauf hin, dass teilweise deutliche Unterschiede zwischen firmeneigenen Einrichtungen und Sammeleinrichtungen im Wettbewerb bestünden. Letztere strebten im Durchschnitt signifikant tiefere Deckungsgrade an wegen höherer Wachstumsziele. Sie seien dadurch auch weniger robust gegenüber Verwerfungen am Anlagemarkt.
Finanzielle Verluste im laufenden Jahr schliesst das Aufsichtsorgan wegen der Zollpolitik der USA und des Iran-Krieges und der dadurch ausgelösten starken Kursschwankungen an den Börsen nicht aus. «Wir wissen auch nicht, wie sich das Wirtschaftswachstum und die Inflation entwickeln wird», gab Ammirati zu bedenken. Es gebe verschiedene Szenarien.
Wie viele Kassen ungenügend aufgestellt seien, konnten die Verantwortlichen der Oberaufsicht nicht sagen. «Wir gehen nicht ins Detail und können nicht sagen, wie die Lage bei den einzelnen Pensionskassen ist», so Ammirati. Die OAK BV gehe aber davon aus, dass die meisten Vorsorgeeinrichtungen Lücken bei der Deckung aus eigener Kraft bewältigen könnten.
Der Reformstau in der beruflichen Vorsorge betreffe lediglich eine Minderheit der Vorsorgeeinrichtungen und Versicherten, sagte Kupper Staub weiter. Nämlich jene, die ausschliesslich im Rahmen des Obligatoriums versichert beziehungsweise die lediglich minimal versichert seien.
Da rund drei Viertel der aktiven Versicherten bei Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen versichert sind, kommt diesen laut der Oberaufsicht eine zentrale Bedeutung zu. Auf Interessenkonflikte zwischen kurzfristigem Wachstum und langfristiger finanzieller Stabilität reagierten die OAK BV und auch die regionalen Aufsichtsbehörden mit gezielten Massnahmen. Die Zusammenarbeit mit den regionalen Aufsichtsstellen habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, sagte Kupper Staub.
Gleichwohl verlangt die OAK gesetzliche Anpassungen. Auch der Bundesrat habe den Handlungsbedarf erkannt, sagte OAK-BV-Direktorin Laetitia Raboud. Ihre Kommission werde eine Stellungnahme zum entsprechenden Postulatsbericht vor den Sommerferien veröffentlichen. (gg/sda)
Die Coronavirus-Pandemie hat sich im letzten Jahr insgesamt kostendämpfend auf die Gesundheitsausgaben ausgewirkt. Das ergab die Krankversicherungsstudie Schweiz.
Die drei Sozialversicherungen schliessen das Jahr 2022 mit einem positiven Umlageergebnis ab. Turbulenzen an den Finanzmärkten führten allerdings zu einem Anlageverlust. Letztlich ist das Betriebsergebnis der AHV und der IV negativ. Die EO kann ein Plus verzeichnen.
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