
Mehr Kinder oder Reformen?
Die AHV braucht dringend eine Reform, um ins finanzielle Gleichgewicht zu kommen. Ein Bericht der UBS zeigt, dass eine massiv höhere Geburtenrate zum selben Ergebnis führen könnte.
Island hat das beste Vorsorgesystem der Welt. Zu diesem Schluss kommt der «Global Pension Index 2021» des Beratungsunternehmens Mercer, der Branchenvereinigung CFA Institute und der Monash University. Auf den Rängen zwei und drei landen die Niederlande und Dänemark.
Die Schweiz befindet sich mit dem elften Platz noch im ersten Drittel der untersuchten 43 Länder. Gut bewerten die Studienautoren die «Integrität» des Schweizer Modells. Also beispielsweise Kosten und Verwaltung. Hingegen sehen die Autoren Nachholungsbedarf in den Bereichen «Nachhaltigkeit» und «Angemessenheit». Sie schlagen darum mehrere Verbesserungen vor: etwa die Erhöhung des Rentenalters, eine höhere Wohneigentumsquote und eine geringere Verschuldung der Haushalte.
Das schlechteste Resultat erzielte das Rentensystem von Thailand. Ebenfalls auf den hintersten Rängen liegen Argentinien, Indien, Japan, Südkorea, Mexiko, die Philippinen und die Türkei. Im Mittelfeld sind Belgien, Frankreich, Hongkong, Uruguay und die USA.
In allen Regionen der Welt gebe es signifikante Geschlechterunterschiede bei den Vorsorgeleistungen, schreiben die Autoren in einer Mitteilung. Sie sehen dafür mehrere Gründe, wovon viele bekannt seien: Frauen arbeiten mehr Teilzeit, übernehmen häufiger die Verantwortung für die Kindererziehung und haben tiefere Durchschnittslöhne. Diese Probleme würden durch die Vorsorgesysteme verstärkt. Im Fall der Schweiz schlagen sie darum vor, Beitrittsbeschränkungen zu Pensionskassen aufgrund niedriger Einkommen zu beseitigen und den Koordinationsabzug bei Teilzeitangestellten zu reduzieren. (sda)
Die AHV braucht dringend eine Reform, um ins finanzielle Gleichgewicht zu kommen. Ein Bericht der UBS zeigt, dass eine massiv höhere Geburtenrate zum selben Ergebnis führen könnte.
Die veraltete Tarifstruktur für ambulante ärztliche Leistungen namens Tarmed wird per Anfang 2026 abgelöst. Der Bundesrat hat die neue Einzelleistungstarifstruktur Tardoc sowie die ersten ambulanten Pauschalen genehmigt.
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