Klare Erwartungen an die Zusammenarbeit
Boundary-Management ist ein zentraler Bestandteil gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung. Unternehmen sollten klare Erwartungen an die Zusammenarbeit definieren und sicherstellen, dass Mitarbeitende wissen, welche Zeiten der Erreichbarkeit gelten und welche Phasen der Erholung vorbehalten sind.
Sinnvoll koordinierte Präsenztage
In hybriden Modellen ist besonders wichtig, dass Präsenztage im Team abgestimmt werden, damit sozial unterstützende Begegnungen stattfinden und Energie nicht durch ineffiziente Wege verloren geht.
Echte Einflussmöglichkeiten schaffen
Policies sollten echte Einflussmöglichkeiten auf Ort und Zeit der Arbeit bieten, damit persönliche Bedürfnisse und Aufgabenprofile zusammenpassen und nicht ungewollte Belastung entsteht.
Individuelle Rituale und Selbstführung stärken
Mitarbeitende profitieren davon, wenn sie lernen, Rituale zur Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit zu etablieren. HR kann dies durch Trainings zur Selbstführung und zur Gestaltung von Übergängen unterstützen.
Technologische Infrastruktur bewusst konfigurieren
Die technologische Infrastruktur spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Kollaborations-Tools sollten Ruhezeiten standardmässig berücksichtigen, automatische Statusanzeigen ermöglichen und Verzögerungsfunktionen für Nachrichten enthalten.
Vorbildfunktion der Führungskräfte
Führungskräfte setzen den kulturellen Rahmen, indem sie ihre eigenen Grenzen sichtbar machen und zeigen, dass Erholung erwünscht ist.
Regelmässige Teamreflexionen
Teams sollten regelmässig über ihre Arbeitsrhythmen sprechen und prüfen, ob Passung und Energiehaushalt stimmig sind.
Boundary-Management als fortlaufender Prozess
Boundary-Management ist ein dynamischer Prozess, der kontinuierliche Aufmerksamkeit braucht. Wenn Organisationen hierbei unterstützen, werden hybride Modelle stabiler, gesünder und langfristig produktiver.