Apps kein Ersatz für Fachpersonal bei Medikamenteneinnahme
Apps ersetzten medizinisches Fachpersonal im Hinblick auf Medikamenteneinnahme nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Basel.
Das schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan hat untersucht, wie sich die Lebenserwartung ohne schwere Beeinträchtigung in der Schweiz entwickelt hat. Gemäss der Studie «Lebenserwartung und Gesundheitszustand: jüngste Entwicklungen» ist die Lebenserwartung ohne schwere Beeinträchtigung im Untersuchungszeitraum von 2007 bis 2017 in der Schweiz gestiegen, sowohl in absoluten Zahlen als auch im Vergleich zur Gesamtlebenserwartung.
Eine 65-jährige Frau konnte 2007 damit rechnen, weitere 18.4 Jahre ohne schwere Beeinträchtigung zu leben. 2017 betrug diese Erwartung 19.5 Jahre. Bei den Männern lag die Lebenserwartung ohne schwere Beeinträchtigung 2007 bei rund 17 Jahren und 2017 bei rund 18 Jahren. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Alter von 80 Jahren: Zwischen 2007 und 2017 stieg die Lebenserwartung ohne schwere Beeinträchtigung bei den 80-jährigen Männern und Frauen von 6 auf 7 Jahre. Die mit schweren Beeinträchtigungen verbrachte Lebenszeit hat sich dadurch um einige Monate verkürzt. Auch in Bezug auf die leichten Beeinträchtigungen zeichnet sich eine günstige Entwicklung ab.
Die für das Bulletin produzierten Indikatoren lassen eine ziemlich konsistente Entwicklung erkennen. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist allerdings zu berücksichtigen, dass die untersuchten Trends lediglich auf drei Messzeitpunkten und einem Zeitraum von zehn Jahren beruhen. Die berechneten Indikatoren stehen jedoch in Einklang mit einer gewissen Kompression der Morbidität in der Schweiz zwischen 2007 und 2017 und fügen sich in die zwischen 1981 und 2002 beobachtete Entwicklung ein. In diesem Zeitraum war der Anteil der Lebenserwartung ohne schwere Beeinträchtigungen bei den Frauen von 66% auf 75% und bei Männern von 79% auf 83% gestiegen. Der Trend hin zu mehr gesunden Lebensjahren flacht allerdings etwas ab.
Die Ungewissheit bezüglich der Entwicklung der Häufigkeit funktioneller Beeinträchtigungen und der Verlagerung von leichten hin zu schweren Beeinträchtigungen machen es schwer, Aussagen zu künftigen Entwicklungen zu treffen. So sind nicht nur gesundheitspolitische, sondern auch sozial- und städte-politische Massnahmen, die speziell auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung ausgerichtet sind, ein Schlüsselfaktor für die Erhöhung des Anteils der Lebenserwartung ohne Beeinträchtigung. Schliesslich hängt die Entwicklung des Unterstützungs- und Betreuungsbedarfs im Zusammenhang mit Beeinträchtigungen auch von der Bereitstellung technischer Mittel wie Gehhilfen und einer alters-gerechten baulichen Gestaltung der Umwelt ab, die den Zugang zum Wohnen, zum öffentlichen Raum und zu den öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern und es älteren Personen ermöglichen, trotz funktioneller Beeinträchtigungen weiterhin selbstständig zu leben. (gg)
Apps ersetzten medizinisches Fachpersonal im Hinblick auf Medikamenteneinnahme nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Basel.
Die vom Bundesrat geplanten Verschärfungen der Corona-Massnahmen sind in der Konsultation teilweise auf Kritik gestossen. Die Arbeitgeber wollen keine Homeoffice-Pflicht, während sich die Kantone Bern, Solothurn, Freiburg und Tessin gegen eine Zertifikatspflicht bei privaten Treffen aussprechen.
vps.epas | Postfach | CH-6002 Luzern | Tel. +41 41 317 07 07 | info@vps.epas.ch