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Arbeitgeber lehnen Homeoffice-Pflicht ab

Donnerstag, 02. Dezember 2021
Die vom Bundesrat geplanten Verschärfungen der Corona-Massnahmen sind in der Konsultation teilweise auf Kritik gestossen. Die Arbeitgeber wollen keine Homeoffice-Pflicht, während sich die Kantone Bern, Solothurn, Freiburg und Tessin gegen eine Zertifikatspflicht bei privaten Treffen aussprechen.

In der nur rund 24 Stunden dauernden Konsultation waren, wie erste Stellungnahmen am Mittwoch zeigten, die Massnahmen am Arbeitsplatz umstritten. Zu diesen bot der Bundesrat drei Varianten an: eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen (Variante 1), eine Homeoffice-Pflicht für nicht-geimpfte oder -genesene Mitarbeitende (Variante 2) oder eine allgemeine Homeoffice-Pflicht (Variante 3).

Für den Schweizerischen Gewerbeverband (SGV), der sich schon bisher kritisch gegenüber Corona-Massnahmen gezeigt hatte, waren die «Maximalmassnahmen», die der Bundesrat ergreifen will, nicht verhältnismässig. Der SGV befürwortete «lageabhängige Anpassungen einzelner Schutzmassnahmen», die Verantwortung dafür solle dabei bei Unternehmen oder der Branche liegen.

Unternehmen wollen selbst entscheiden

Der Gewerbeverband lehnte Verschärfungen weitgehend ab, dies betrifft sowohl eine Maskenpflicht für alle Mitarbeitenden in Innenräumen als auch auch eine Ausweitung der Zertifikatspflicht. Nach Meinung des Gewerbes sollten die verschärften Massnahmen auch nur bis zum 20. Dezember befristet werden. Ganz ähnlich tönte es beim Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV). SAV-Präsident Roland Müller erklärte dem Schweizer Radio SRF, für den Verband reichten die «bestehenden bewährten» Schutzmassnahmen aus. Am Arbeitsplatz werde die Maskenpflicht in Innenräumen bereits heute angewandt. Die Arbeitgeber lehnen jedoch eine generelle Homeoffice-Pflicht weiterhin ab. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht in öffentlichen Bereichen sei aber durchaus sinnvoll.

Dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse gingen die vorgeschlagenen Massnahmen zu weit. Insbesondere am Arbeitsplatz sollte seiner Meinung nach der Bundesrat anerkennen, dass die Arbeitgebenden ihre Verantwortung wahrnähmen und nicht weitere Vorschriften erlassen. Es brauche keine weiteren staatlichen Vorgaben bezüglich Homeoffice-Pflicht.

Kaufmännischer Verband für Homeoffice-Pflicht

Der Kaufmännische Verband Schweiz hingegen unterstützte die Wiedereinführung einer vorübergehenden Homeoffice-Pflicht, wie der Verband mitteilte. Zudem müssten der Gesundheitsschutz, die Verfügbarkeit und die Kostenübernahme von Ausrüstung und Verbrauchsmaterial für die Arbeit im Homeoffice klar zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden geregelt sein. (sda)

 

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