Die Reallöhne sind im Jahr 2025 um 1.6% gestiegen

Dienstag, 21. April 2026
Im Jahr 2025 erhöhte sich der Nominallohnindex der Schweiz gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 1.8% auf 106.1 Punkte (Basis 2020 = 100). Gemäss den Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) ergab sich unter Einbezug einer durchschnittlichen Jahresteuerung von 0.2% bei den Reallöhnen eine Erhöhung von 1.6%.

Im Industriesektor erhöhten sich die Nominallöhne 2025 laut Bundesamt für Statistik (BFS) um 1.5%, etwas weniger stark als in der Schweizer Gesamtwirtschaft (1.8%). Auf Ebene der Branchengruppierungen stiegen die Nominallöhne im verarbeitenden Gewerbe insgesamt um 1.7%, im Baugewerbe um 1.3%. Im Dienstleistungssektor erhöhten sich die Nominallöhne 2025 mit durchschnittlich 1.9% etwas stärker als im Industriesektor. Sie entwickelten sich allerdings nicht allen Wirtschaftszweigen gleich, die Zunahmen bewegten sich zwischen 0.4% und 3.3%. Die stärkste Zunahme wurde in der «Öffentlichen Verwaltung» verbucht.

Reallohnanstieg um 1.6%

2025 nahm die Kaufkraft der Löhne im zweiten Jahr in Folge zu (2024: 0.7%). Die rückläufige Inflation (+0.2 gegenüber +1.1% im Jahr 2024 und +2.1% im Jahr 2023) führte zusammen mit dem Anstieg der Nominallöhne um 1.8% gesamtwirtschaftlich zu einer Erhöhung der Reallöhne um 1.6%. Es handelt sich um das deutlichste Plus seit 2009 (2.6%). Eine vergleichbare Zunahme wurde einzig 2015 und 2020 beobachtet (1.5%).

Je nach Branche verlief die Reallohnentwicklung 2025 sehr unterschiedlich, in einer Bandbreite von +0,2% bis +3.1%. Die Abweichungen unterstreichen die Vielfalt der Lohndynamik in den einzelnen Wirtschaftszweigen.

Stärkere Nominallohnerhöhung bei den Frauen

Über alle Wirtschaftszweige hinweg erhöhten sich die Nominallöhne der Frauen im Jahr 2025 durchschnittlich um 2.3%, jene der Männer um 1.5%.

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