Fokus: Heikle Gespräche
Schwierige Gespräche mit guter Vorbereitung und dem Wissen um den rechtlichen Rahmen meistern.
Nahezu jede vierte erwerbstätige Person zwischen 15 und 24 Jahren (23.8%) hat zwischen 2022 und 2023 die Stelle gewechselt, wie aus dem Bericht «Die berufliche Mobilität in der Schweiz 2023» im Rahmen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervorgeht. Bei den 25- bis 39-Jährigen wechselten Erwerbstätige ohne Kinder im Haushalt häufiger den Arbeitsplatz als solche mit Kind(ern) (Nettorotationsquote ohne Kinder 2023: Frauen 26.1%; Männer 23.3%). Frauen zwischen 25 und 39 Jahren mit mindestens einem Kind unter 8 Jahren im Haushalt wiesen mit 14.2% eine deutlich tiefere Quote auf (Männer: 15.5%). Die Nettorotationsquote sinkt anschliessend mit zunehmendem Alter schrittweise bis auf 5.8% bei den 55- bis 64-Jährigen.
Erwerbstätige zwischen 25 und 64 Jahren, die zwischen 2022 und 2023 ihren Arbeitsplatz gewechselt haben, hatten vor ihrem Austritt durchschnittlich 5.6 Jahre im gleichen Betrieb gearbeitet. Frauen wechseln ihren Arbeitsplatz schneller als Männer (5.2 gegenüber 5.9 Jahre).
Zwischen 2022 und 2023 orientierten sich 34.5% der Stellenwechselnden beruflich neu. Oft gehen Stellenwechsel zudem mit veränderten Arbeitsbedingungen einher, insbesondere mit einer Erhöhung des Beschäftigungsgrads und einem Lohnanstieg. Bei 15.1% der Stellenwechselnden veränderte sich der Beschäftigungsgrad nach dem Wechsel um mindestens 10 Stellenprozente und 38.1% der Arbeitnehmenden erhielten in der neuen Funktion mindestens 10% mehr Lohn (bei gleichem Beschäftigungsgrad).
Telearbeit scheint dagegen kein Argument für den Stellenwechsel zu sein (Anteil der Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich Telearbeit leisten: in der früheren Stelle 41.4%; in der neuen Stelle 41.8%).
Schwierige Gespräche mit guter Vorbereitung und dem Wissen um den rechtlichen Rahmen meistern.
Mit dem Förderschwerpunkt «Einfach besser!... am Arbeitsplatz» unterstützt der Bund Weiterbildungen von Arbeitnehmenden im Bereich Grundkompetenzen. Nach zweieinhalb Jahren Laufzeit hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI die Massnahme evaluieren lassen. Erwerbstätige und Betriebe beurteilen die finanzielle Unterstützung arbeitsplatzorientierter Weiterbildung positiv, daher führt das SBFI den Förderschwerpunkt optimiert weiter.
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