Zahl der offenen Stellen in der Schweiz steigt leicht

Freitag, 30. Januar 2026
In der Schweiz hat die Zahl der offenen Stellen im 4. Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal leicht zugenommen. Dies spreche für eine Stabilisierung des Schweizer Arbeitsmarkts in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, heisst es im Adecco Group Swiss Job Market Index.

Gegenüber dem 3. Quartal 2025 ist die Anzahl der offenen Stellen um 1.8% gestiegen, wie dem Arbeitsmarktindex des Personalvermittlers Adecco und der Universität Zürich zu entnehmen ist. Im Vergleich zum 4. Quartal 2024 ging der Index um 2.4% nach oben.

Der moderate Anstieg bedeute, dass mehr Firmen einen Stellenaufbau als einen Abbau planen. Insgesamt seien die Beschäftigungsaussichten jedoch nach wie vor verhalten. Eine Trendwende am Schweizer Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosigkeit seit einigen Monaten zunimmt, sehen die Adecco-Experten noch nicht.

Gesundheitspersonal gesucht

Die stärkste Zunahme bei den offenen Stellen wurde im Gesamtjahr 2025 laut dem Index mit 10% in der Kategorie Hochschulberufe Gesundheit, also bei Ärztinnen und Ärzten sowie auch Pflegefachkräften, gemessen. Das dürfte mit dem anhaltend hohen Personalbedarf im Gesundheitswesen zusammenhängen, hiess es dazu. 

Ein solides Stellenwachstum gegenüber dem Vorjahr gab es auch im Bereich Führungskräfte (+6%). Getragen wurde dieses von der Stellenentwicklung der Untergruppen Geschäftsführung, Vorstände, leitende Verwaltungsbedienstete und Angehörige gesetzgebender Körperschaften. Dabei konzentrierte sich der Anstieg vor allem auf die erste Jahreshälfte. Ein weiteres Stellenplus war bei Fachkräften für persönliche Dienstleistungen (+4 %) wie etwa in der Geburtshilfe, bei Hauswartangestellen oder Schutzkräften und Sicherheitsbediensteten zu sehen. Einen leichten Anstieg bei den offenen Stellen verbuchten auch Fachkräfte in Handwerk und Industrie (+2%).

KI entwickelt sich zum Jobkiller

Den grössten Rückgang verzeichneten hingegen mit 20% die Fachkräfte KV, Verwaltung und Handel. Und auch bei den Informatik-Hochschulberufen (-18%), wo die Suche nach Entwicklern und Software-Analytikern oder Datenbankenspezialisten erfasst wird, war die Entwicklung stark rückläufig. Ein Minus von 10% ergab sich bei den Hochschulberufen Wirtschaft.

Wie eine Studie des KOF Instituts aufzeige, sei der Rückgang in den Verwaltungs-, Informatik- und Wirtschaftsberufen teilweise auf den vermehrten Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) zurückzuführen, hält Adecco fest. KI könne viele Aufgaben in diesen Berufsgruppen automatisieren oder helfen, diese effizienter zu erledigen, was die Nachfrage nach Fachkräften senke. Laut der Studie mache KI aber höchstens ein Fünftel des beobachteten Rückgangs aus.

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