Bundesrat will Renten wegen Teuerung nicht extra erhöhen
Trotz steigender Lebenshaltungskosten und dem für 2023 erwarteten starken Anstieg der Krankenkassenprämien will der Bundesrat die AHV-Renten nicht ausserordentlich erhöhen.
Die Zahl der Pensionierten nimmt schneller zu als die Erwerbsbevölkerung, weshalb die AHV-Finanzen in Schieflage sind. Seit geraumer Zeit werden daher Reformen diskutiert, aber ein Kompromiss blieb bisher aus. Eine Studie der UBS untersucht, ob die staatliche Vorsorge in Abwesenheit von Reformen langfristig auf das ursprüngliche Fundament – Kinder – bauen kann. Sich zur Rettung der 1. Säule einzig auf die Demografie zu verlassen, ist gemäss den Autoren unklug. Selbst eine bestenfalls moderate Erholung der Geburtenrate oder erhöhte Migration wäre kaum hilfreich. Ohne Reformen wären etwa fünf Kinder pro Frau nötig, um den AHV-Fonds bis 2070 wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die gegenwärtige Finanzierung der AHV sei nicht mehr zeitgemäss. Progressive Reformen seien gefragt, da die Zeit der Grossfamilien vorbei ist. So liessen sich Rentenalter, Beiträge und Leistungen auf der Grundlage demografischer Entwicklungen dynamisch und regelbasiert anpassen.
Trotz steigender Lebenshaltungskosten und dem für 2023 erwarteten starken Anstieg der Krankenkassenprämien will der Bundesrat die AHV-Renten nicht ausserordentlich erhöhen.
Künftig können Alleinstehende 3000 statt 1700 Franken für Versicherungsprämien und Zinsen von den Steuern abziehen.
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