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Studie: Schweizer finden eine Reform der Altersvorsorge notwendig

Mittwoch, 18. November 2020
Eine von Axa Investment Managers Schweiz durchgeführte Studie zeigt: Vier von fünf PK-Versicherten erachten eine Reform der Altersvorsorge als notwendig. Die Einsicht, dass Rentenkürzungen und die Erhöhung des Rentenalters zur Sicherung der Altersleistungen wohl unumgänglich sind, hat deutlich zugenommen. Die beliebteste Korrekturmassnahme zur Sicherung der Altersvorsorge ist nach wie vor das freiwillige, steuerbegünstigte Sparen. Die Studie spricht auch das Thema Solidarität in der 2. Säule an.

Würden die Befragten heute in Pension gehen, entschiede sich rund jeder Zehnte (11%) für den reinen Kapitalbezug – vor drei Jahren war es noch jeder Fünfte. Am meisten Zustimmung findet diese Auszahlungsvariante unter den 25- bis 41-Jährigen (17%). 55% wünschen sich die Auszahlung des Vorsorgevermögens in Form einer monatlichen Rente, und 32% würden heute eine Mischung aus Rentenzahlung und Kapitalbezug wählen.

Seit letztem Jahr wird in Bern ein neuer Reformvorschlag für die 2. Säule diskutiert. 78% der PK-Versicherten finden, dass eine Reform der Altersvorsorge notwendig ist; 2016 waren es erst 59%. Mehr als die Hälfte der Befragten geben an, nicht zu wissen, worum es bei dem Reformvorschlag geht.

Das freiwillige, steuerbegünstigte Sparen ist nach wie vor die beliebteste Variante zur Sicherung des Rentenniveaus: 86% der Versicherten stimmen dieser Massnahme «sicher» oder «eher» zu. Einzahlungen schon vor dem 25. Lebensjahr und die Förderung von freiwilliger Teilzeitarbeit ab 65 Jahren werden von 73 bzw. 72% der Befragten akzeptiert. Mit einer Zustimmungsquote von nur 23% am wenigsten populär ist die Kürzung der Renten. Vor zwei Jahren lag diese Quote allerdings bei noch tieferen 15%.

Zur Reform der Altersversorgung finden 31% der Versicherten eine Senkung des Umwandlungssatzes «sehr gut» oder «eher gut». Eine Halbierung des Koordinationsabzugs von rund 25 000 Franken und die Anpassung der altersbedingten Beiträge würden 60 bzw. 64% akzeptieren, einer finanziellen Abfederung der ersten 15 betroffenen Jahrgänge stimmen 57% zu.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 708 PK-Versicherten aus der Schweizer Bevölkerung ab 18 Jahren (inkl. Deutschschweiz, Westschweiz und Tessin) und umfasst 484 aktiv und 224 passiv Versicherte. Sie wurde zwischen dem 11. August und dem 11. September 2020 als telefonische Befragung durchgeführt.

Download der Studie

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