Basel-Stadt passt EL-Pauschalbetrag für persönliche Ausgaben an

Mittwoch, 15. April 2026
Im Kanton Basel-Stadt erhalten Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL), die in Heimen oder Spitälern wohnen, ab 1. Januar 2027 414 Franken pro Monat für persönliche Auslagen. Das sind 14 Franken mehr als bisher.

Der Betrag wird an die Teuerung angepasst, heisst es in der Mitteilung der Regierung. Zudem werde er neu an den bundesrechtlich festgelegten Lebensbedarf der EL gekoppelt.

Laut der Regierung entspricht er künftig 24% des allgemeinen Lebensbedarfs einer EL-Beziehenden Person, die alleinstehend ist und zuhause wohnt. Mit dem Systemwechsel werde der Betrag im gleichen Rhythmus wie Renten angepasst.

Über 11 Millionen jährlich für persönliche Auslagen

Beim gegenwärtigen Stand würden sich die Mehrkosten auf rund 400000 Franken pro Jahr belaufen. Insgesamt habe der Kanton im Jahr 2025 rund 11.4 Mio. Franken für persönliche Auslagen an EL-Beziehende in Heimen und Spitälern ausgezahlt. Die künftige Kostenentwicklung richte sich nach dem Rentenindex des Bunds.

Für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Mit dem Betrag werden Kosten übernommen, die weder von der  behandelnden Institution noch von der Krankenversicherung getragen werden. Dazu gehörten etwa nicht gedeckte Medikamente oder Telefon- und Transportkosten. Dies ermögliche Betroffenen, weiterhin soziale Kontakte zu pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Kantonal unterschiedliche Beiträge für persönliche Ausgaben

Während der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf von zuhause lebenden EL-Beziehenden bundesrechtlich festgelegt ist (Alleinstehende: 20670 Franken / Jahr, Ehepaare: 31005 Franken / Jahr), bestehen bei den Mietzinsmaxima, den Heimtaxen und den «Taschengeldregelungen» (Pauschalen für persönliche Ausgaben im Heim) kantonale und regionale Unterschiede.
Die Heimtaxen liegen je nach Kanton zwischen 140 und 280 Franken, das Taschengeld zwischen 240 und über 400 Franken. Eher «grosszügig» zeigen sich GE, VD oder BS. Tiefere Ansätze sind in der Zentralschweiz verbreitet.

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