Ist die Gesellschaft bald pleite?
Selber Verantwortung übernehmen? Gar noch eine Rücklage für schwierige Zeiten machen? Das ist nicht mehr en vogue.
Die Zahl der Pensionierten nimmt schneller zu als die Erwerbsbevölkerung, weshalb die AHV-Finanzen in Schieflage sind. Seit geraumer Zeit werden daher Reformen diskutiert, aber ein Kompromiss blieb bisher aus. Eine Studie der UBS untersucht, ob die staatliche Vorsorge in Abwesenheit von Reformen langfristig auf das ursprüngliche Fundament – Kinder – bauen kann. Sich zur Rettung der 1. Säule einzig auf die Demografie zu verlassen, ist gemäss den Autoren unklug. Selbst eine bestenfalls moderate Erholung der Geburtenrate oder erhöhte Migration wäre kaum hilfreich. Ohne Reformen wären etwa fünf Kinder pro Frau nötig, um den AHV-Fonds bis 2070 wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die gegenwärtige Finanzierung der AHV sei nicht mehr zeitgemäss. Progressive Reformen seien gefragt, da die Zeit der Grossfamilien vorbei ist. So liessen sich Rentenalter, Beiträge und Leistungen auf der Grundlage demografischer Entwicklungen dynamisch und regelbasiert anpassen.
Selber Verantwortung übernehmen? Gar noch eine Rücklage für schwierige Zeiten machen? Das ist nicht mehr en vogue.
Nur Norwegen und Dänemark gaben 2018 mehr für Sozialleistungen aus als die Schweiz. In der Schweiz machten Sozialleistungen knapp ein Viertel des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus. Anteilsmässig war das weniger als anderswo in Europa.
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