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Der Stellenmarkt stabilisiert sich

Im 3. Quartal 2026 steigt die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorquartal sowie im Vorjahresvergleich um 0.8%. Im Berufsfokus zeigen Handwerks- und technische Berufe ein überdurchschnittliches Stellenwachstum.

15.10.2026
Lesezeit: 2 min
iStock / monkeybusinessimages

Der Stellenmarkt zeigt im 3. Quartal 2026 eine leichte Erholung: Der Adecco Group Swiss Job Market Index steigt um 0.8%, sowohl gegenüber dem Vorquartal (Q2 2026), wie auch dem Vorjahresquartal (Q3 2025). Der KOF-Beschäftigungsindikator weist zudem auf eine leicht gestiegene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hin. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb im August mit 3.1% praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) korrigierte seine Wachstumsprognose für 2026 von 0.9 auf 1.7% aufgrund des ausserordentlich starken 2. Quartals, das von der exportorientierten chemisch-pharmazeutischen Industrie geprägt war. Diese Entwicklung war durch die konjunkturelle Erholung des weltwirtschaftlichen Umfelds begünstigt.

Wachstum, Fachkräftemangel und geringes KI-Risiko in Handwerksberufen

Der aktuelle Studienfokus widmet sich der Arbeitsmarktlage für Handwerks- und technische Berufe. Diese zeigen folgende Entwicklungen:

Starkes Stellenwachstum: Die offenen Stellen in Handwerks- und technischen Berufen haben seit 2015/16 um 131% zugenommen, mehr als viermal so stark wie der Gesamtindex aller offenen Stellen (+30%). Den stärksten Zuwachs verzeichnen die Untergruppen Bau- und Ausbaufachkräfte (+173%, z.B. Bauspengler sowie Sanitär- und Heizungsinstallateurinnen und Zimmerleute/Bautischler) und die Elektrikerinnen/Elektroniker (+134%, z.B. Bauelektriker und verwandte Berufe).

Konzentriertes, teils baubedingtes Wachstum: Der Zuwachs entfällt in allen fünf Untergruppen grösstenteils auf wenige Einzelberufe (u. a. Bauspengler, Sanitär-/Heizungsinstallateure, Kraft-fahrzeugmechanikerinnen) und könnte teils durch die gute Baukonjunktur, teils durch andere Faktoren wie demografische Alterung (Ersatzbedarf) getrieben sein.

Fachkräftemangel in Handwerks- und technischen Berufen entspannt sich seit 2023 trotz weiterhin hoher Nachfrage: Nur die Untergruppen Elektrikerinnen/Elektroniker (Rang 4) und Polymechanikerinnen/Kraftfahrzeugmechaniker (Rang 5) bleiben knapp im Mangel- bzw. neutralen Bereich, trotz hoher Nachfrage in anderen Untergruppen.

Geringes KI-Automatisierungsrisiko: Nur rund ein Viertel der Handwerks- und technischen Berufe gilt als moderat automatisierungsgefährdet, gerade noch 2% als hoch automatisierungsgefährdet durch KI.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Handwerks- und technische Berufe trotz der konjunkturellen Unsicherheiten robuste Beschäftigungsperspektiven bieten. Die anhaltend hohe Nachfrage, der demografisch bedingte Ersatzbedarf und das geringe KI-Automatisierungsrisiko unterstreichen ihre zentrale Bedeutung für den Schweizer Arbeitsmarkt.

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