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Untersuchungshaft für Lastminute-Chefs

Montag, 25. Juli 2022
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Tessin hat für den Chef des Online-Reiseanbieters LM Group (Lastminute) und drei weitere Führungskräfte Untersuchungshaft angeordnet. Es geht um den möglichen Missbrauch von Covid-19-Kurzarbeitsentschädigungen.

In Untersuchungshaft kam neben dem Chef Fabio Cannavale auch COO Andrea Bertoli. Die Untersuchungshaft dauert maximal drei Monate, wie die Tessiner Staatsanwaltschaft am Freitagabend mitteilte. Sie kann bei Bedarf verlängert werden. Die Betroffenen sind Italiener im Alter zwischen 33 und 57 Jahren. Einen fünften vorläufig festgenommenen Beschuldigten setzte der Untersuchungsrichter inzwischen auf freien Fuss. Nach Angaben der LM Group wurde zudem ein Teil der Gelder auf bestimmten Bankkonten der betroffenen Tochtergesellschaften in einer Gesamthöhe von sieben Mio. Franken gesperrt.

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat gegen die Schweizer LM Group-Tochtergesellschaften BravoNext SA, BravoMeta CH SA und LMNext CH SA Ermittlungen aufgenommen. Sie wird des Betrugs, unrechtmässiger Inanspruchnahme von Sozialversicherungs- oder Sozialhilfeleistungen und Verletzung des Schweizer Arbeitslosenversicherungsgesetzes verdächtigt.

Der Gesamtbetrag der staatlichen Zuschüsse, die diese Schweizer Tochtergesellschaften von März 2020 bis Februar 2022 erhalten haben, beläuft sich den Angaben nach auf 28.5 Mio. Franken für ihre 500 Mitarbeitenden.

Zuvor waren die Geschäftsräume der Tochtergesellschaften durchsucht worden. Sieben Personen wurden nach Behördenangaben festgenommen. Es handle sich um italienische Staatsangehörige im Alter von 33 bis 57 Jahren.

Die LM Group werde die Behörden weiterhin bei den Untersuchungen unterstützen, hiess in einer Mitteilung. Zudem seien bereits Massnahmen ergriffen worden, um eine «angemessene» Kontinuität im Tagesgeschäft der betroffenen Tochtergesellschaften zu gewährleisten. (sda awp)

 

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