Pensionskasse lanciert innovatives Rentenmodell
Seit diesem Jahr bietet die Transparenta Pensionskasse eine stufenweise sinkende Altersrente an. Diese Rente bietet mehr Flexibilität beim Bezug und mehr Garantien im Todesfall.
Dank den guten Renditen im Jahr 2021 stieg der durchschnittliche Deckungsgrad von 110.2% auf 116.3% und liegt damit so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Corona-bedingten Markteinbussen liessen im Frühling 2020 den durchschnittlichen Deckungsgrad an die Grenze zur Unterdeckung abgleiten. Umso positiver ist das Ergebnis einzuordnen, dass heimische Pensionskassen per Ende 2020 durchschnittlich 4.5% Rendite verbuchen durften. Dies entspricht der jährlichen Rendite (4.5% annualisiert) für die vergangene Dekade.
Pensionskassen haben das Vorsorgekapital der Arbeitnehmenden im Jahr 2020 mit 1.8% verzinst, was deutlich über der vom Bundesrat festgelegten BVG-Mindestverzinsung von 1% liegt. Der technische Zinssatz wurde nochmals um 0.1 Prozentpunkte auf 1.8% gesenkt. Somit wurden die Kapitalien der Arbeitnehmer sowie jene der Rentner im vergangenen Jahr gleich verzinst. Ebenfalls weiter gekürzt wurde der Umwandlungssatz, wodurch sich die jährlichen Pensionierungsverluste reduzieren.
Complementa schätzt, dass Pensionskassen aktuell eine Rendite von mindestens 2.1% erwirtschaften müssen, um den Deckungsgrad konstant zu halten. Pensionskassen
können beim aktuellen Anlagemix auch ungefähr mit dieser Rendite rechnen.
Durch das tiefe Zinsniveau und die steigende Lebenserwartung sind Kassen gezwungen, den Umwandlungssatz zu senken. Der langjährige Trend setzt sich fort: Mit durchschnittlich 5.5% liegt der Umwandlungssatz 2021 nochmals fast 0.1 Prozentpunkte tiefer als im Vorjahr. Die Pensionskassen entfernen sich damit weiter vom BVG-Mindestumwandlungssatz von 6.8%, der nach der gescheiterten Rentenreform zwar weiterhin Gültigkeit hat, jedoch weder der gestiegenen Lebenserwartung noch dem
Zinsniveau Rechnung trägt. Der versicherungstechnisch korrekte Umwandlungssatz liegt bei einem technischen Zins von 1.75% bei 4.8%. Ein zu hoch angesetzter Umwandlungssatz führt zu Pensionierungsverlusten, die jüngere Jahrgänge indirekt durch tiefere Verzinsungen bezahlen müssen. Pensionskassen haben für die nächsten fünf Jahre bereits Reduktionen beschlossen, um dieser Umverteilung entgegen zu wirken. Dadurch dürfte der durchschnittliche Umwandlungssatz bis 2026 auf 5.2% sinken.
Ein Vergleich unseres Vorsorgesystems mit denjenigen der Niederlande, Schweden und Dänemark, die über eine hochangesehene Altersvorsorge verfügen, sowie der grössten europäischen Volkswirtschaft Deutschland zeigt, dass die Dreiteilung in staatliche, berufliche und private Vorsorge keine Schweizer Besonderheit, sondern zum Standard eines tragfähigen Systems zählt, aber die Bedeutung der einzelnen Säulen variiert.
Diese europäischen Nationen haben auch komplexe Vorsorgesysteme und kämpfen ebenfalls mit einer Steigerung der Lebenserwartung ihrer Bevölkerung. Den Vergleichsländern gemein ist, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung geknüpft wurde. 71% der Befragten BVG-Vertreter befürworten eine solche Massnahme auch für die Schweiz, wobei die Rente für eine durchschnittliche Bezugsdauer von 20 Jahren (68% Zustimmung) ausgelegt werden soll, was in etwa der aktuellen Lebenserwartung von Männern im Alter 65 entspricht (Frauen: 23 Jahre gem. BFS). Dieser Reformmassnahme steht jedoch entgegen, dass nur einer von fünf Studienteilnehmern glaubt, dies sei im aktuellen politischen Umfeld überhaupt durchsetzbar.
Quelle: Risiko Check-up Studie 2021
Seit diesem Jahr bietet die Transparenta Pensionskasse eine stufenweise sinkende Altersrente an. Diese Rente bietet mehr Flexibilität beim Bezug und mehr Garantien im Todesfall.
AHV-Rentnerinnen und -Rentner erhalten in diesem Jahr definitiv keinen vollen Teuerungsausgleich. Nach dem National- hat es auch der Ständerat abgelehnt, auf eine entsprechende Umsetzungsvorlage einzutreten.
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