Suva kann Prämien 2027 auf tiefem Niveau halten

Montag, 15. Juni 2026
Die Suva senkt die Prämien im nächsten Jahr in der Berufsunfallversicherung um 0.8% und in der Nichtberufsunfallversicherung um 0.7%. Die Prämien blieben damit auf historischem tiefem Niveau.

2025 sanken die Berufsunfälle und Berufskrankheiten um 0.9% auf rund 166000 Fälle. Die Nichtberufsunfälle stiegen um 2.8% auf rund 296000 Fälle. In den letzten 10 Jahren konnte das Unfallrisiko in der Berufsunfallversicherung (neu registrierte Unfälle pro 1000 Versicherte) um 13% gesenkt werden. Im Freizeitbereich nahm das Unfallrisiko leicht zu. Die günstige Entwicklung des Unfallrisikos in der Berufsunfallversicherung erlaubt es, die durchschnittlichen Bruttoprämien um 0.8% zu senken. In der Nichtberufsunfallversicherung führt das versicherungstechnische Ergebnis zu einer verbesserten finanziellen Lage und erlaubt trotz leicht steigendem Risikoverlauf eine Senkung der durchschnittlichen Bruttoprämie um 0.7%. Die durchschnittliche Prämienbelastung bleibt somit stabil auf dem historischen Tiefststand des Vorjahres. In den einzelnen Versicherungsklassen werden die Prämien entsprechend dem Risikoverlauf nach oben oder nach unten angepasst.

Neben tieferen Prämien erhalten die Versicherten erneut eine Rückerstattung von 20% der Nettoprämien in der Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung. Dies entspricht gemäss Mitteilung einer Entlastung von 709 Mio. Franken.

Gutes Anlagejahr

Die Suva erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Überschuss von 308 Mio. Franken, 7 Millionen weniger als im Vorjahr. Der Solvenzquotient, er dient als Indikator für die finanzielle Stabilität einer Versicherung, liegt bei 190%. Die gesetzliche Untergrenze beträgt 100%. Die Suva sprach in ihrer Mitteilung von einem «guten Anlagejahr». Sie erzielte eine Anlagerendite von 4.3%. Damit lag das Ergebnis 0.9% über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre.

Die Suva versichert laut eigenen Angaben mehr als 140000 Unternehmen mit über 2.2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten.

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