Wachstum der IV-Neurenten in der beruflichen Vorsorge beschleunigt sich | Penso
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Wachstum der IV-Neurenten in der beruflichen Vorsorge beschleunigt sich

Die Zahl der IV-Neurenten steigt mit zunehmender Geschwindigkeit. Dies geht aus dem von PK Rück und c-alm lancierten Invaliditätsmonitor 2026 hervor. Um Invalidität zu vermeiden können auch die Arbeitgebenden gefordert. Mit Prävention und der Förderung von Teilzeitarbeitsfähigkeit können sie einen bedeutenden Beitrag leisten.

28.09.2026
Lesezeit: 2 min
istockphoto, grinvalds

Das Beratungsunternehmen für Pensionskassen c-alm und der Rückversicherer PK Rück geben in Zukunft einen Invaliditätsmonitor heraus, in dem mit Fokus auf die 2. Säule die drei wichtigsten Grafiken aus der gemeinsamen Invaliditätsstudie von 2024 fortgeschrieben werden.

Im ersten Teil des Invaliditätsmonitors werden die Anzahl der IV-Neurenten insgesamt und ab der BVG-Eintrittsschwelle nachgeführt. Für die IV-Neurenten unterteilt der Monitor ab der BVG-Eintrittsschwelle zudem nach Diagnosegruppen.

Die wichtigsten Ergebnisse für die Entwicklung der IV-Neurenten der letzten beiden Jahre ab BVG-Eintrittsschwelle:

  • Besonders auffällig ist das beschleunigte Wachstum der IV-Neurenten in den vergangenen zwei Jahren, das per Ende 2025 bereits 14% beträgt.
  • Psychische Krankheiten bleiben die häufigste Ursache für IV-Neurenten.
  • Der Zuwachs aufgrund von Erkrankungen der Knochen und der Bewegungsorgane übersteigt mit 18% denjenigen der IV-Neurenten aufgrund psychischer Erkrankungen.

Zwar haben in der Invaliditätsstudie 2024 über 80% der Fachpersonen eine Steigerung der IV-Neurentenentwicklung über die nächsten 5 Jahre prognostiziert, aber das Ausmass und die Geschwindigkeit der Entwicklung überraschen.

Arbeitsunfähigkeit als Frühindikator

Die Arbeitsunfähigkeitsdaten der PK Rück liefern einen wichtigen Hinweis auf die weitere Entwicklung. Der deutliche Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsquoten im Jahr 2022 dürfte ein Vorbote der höheren IV-Neurentenzahlen 2024 und 2025 gewesen sein.

Besonders relevant: 2024 und 2025 ist erneut ein deutlicher Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsquoten festzustellen. Dies spricht dafür, die weitere Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und frühzeitig zu handeln.

Was jetzt zählt

Just do it. Die berufliche Vorsorge kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um Invalidisierungen zu vermeiden oder deren Folgen zu begrenzen:

  • Arbeitsunfähigkeit früh erkennen und intervenieren
  • Prävention gezielt über die angeschlossenen Betriebe stärken
  • Zusammenarbeit zwischen Vorsorgeeinrichtungen, IV-Stellen und Taggeldversicherern intensivieren
  • Teilarbeitsfähigkeit bei längerer Arbeitsunfähigkeit konsequent fördern

Fazit

Die Entwicklung ist ernst, aber beeinflussbar. Steigende Arbeitsunfähigkeitszahlen müssen als Frühwarnsignal verstanden werden. Entscheidend ist, nicht erst bei drohender Invalidisierung zu handeln, sondern Prävention und Wiedereingliederung möglichst
früh einzusetzen.

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