Auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert Inhalte und Werbung anzuzeigen. Indem Sie die Seite nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Infos

OK

Arbeitgeberverband dankbar um Verzicht auf Homeoffice-Pflicht

Montag, 06. Dezember 2021
Die vom Bundesrat am Freitag beschlossenen strengeren Corona-Massnahmen stossen weitgehend auf Zustimmung. Ein erneuter Lockdown soll unbedingt vermieden werden. Mehrere Votanten - darunter der Arbeitgeberverband - loben das Augenmass der Regierung. Die Grüne Partei hingegen spricht von Regierungsversagen.

Die Mitte-Partei erachtet die Massnahmen als notwendig. Die Kantone sollten ihren Handlungsspielraum weiter nutzen und ihre Verantwortung in der Pandemie wahrnehmen. Der konsequente Einsatz des Covid-Zertifikats sei die logische Folge. Um den Zugang zum Zertifikat möglichst einfach sicherzustellen, braucht es aus Sicht der Mitte aber auch rasch wieder Gratistests. Letzteres möchte auch die SVP. Für die Grünliberalen sind die vom Bundesrat beschlossene Ausweitung der Zertifikats- und Maskenpflicht sowie die Homeoffice-Empfehlung angesichts der «Zahlen und offenen Fragen zu Omikron richtig». Auch die SP und die FDP setzen auf die Booster-Impfung und begrüssen das Handeln des Bundesrats. Die Grünen betiteln den Entscheid des Bundesrats hingegen als Regierungsversagen. Es drohten düstere Aussichten für die kommenden Wochen. Mitverantwortlich für den Entscheid des Bundesrates seien auch die Kantone, twitterte Parteipräsident Balthasar Glättli.

Vorsicht walten lassen

Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) beweist der Bundesrat mit dem Verzicht auf eine Homeoffice-Pflicht und den Anpassungen der Einreiseregeln Augenmass. Am wichtigsten sei jetzt aber ein vorsichtiges Verhalten in der ganzen Bevölkerung; damit soll ein weiterer Lockdown verhindert werden. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse stösst ins gleiche Horn, die Landesregierung trage der schwierigen Corona-Pandemie-Situation Rechnung, ohne über das Ziel hinauszuschiessen. Die Unternehmen erhielten die Möglichkeit, situationsgerecht auf eine 2G-Regelung (geimpft - genesen) umzustellen, um damit weitergehende Einschränkungen zu vermeiden. Zufrieden mit dem Verzicht auf eine Homeoffice-Pflicht ist ebenfalls der Schweizerische Gewerbeverband (SGV). Auch der Arbeitnehmenden-Dachverband Travailsuisse begrüsst die «moderaten» Corona-Massnahmen an Arbeitsplätzen.

Gastronomie will Entschädigungslösungen

Auch Gastrosuisse bewertet die Entscheide des Bundesrats als «Massnahmen mit Augenmass». Viele Betriebe würden sich aber nach wie vor in ihrer Existenz bedroht fühlen, es brauche dringend neue Entschädigungslösungen. Hotelleriesuisse zeigt sich erleichtert, und hat Verständnis für die Verschärfungen. Denn «eine funktionierende Wintersaison kann nur gelingen, wenn die epidemiologische Lage unter Kontrolle bleibt», schreibt der Verband. Die «bereits sehr schwierige Situation» werde allerdings durch die Wiedereinführung der Sitzpflicht beim Konsumieren verschärft.

SGB fordert Sicherung der Löhne

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) verlangt angesichts der unsicheren Lage in Dienstleistungsbranchen die Sicherung der Löhne und der Arbeitsplätze. Die wirtschaftlichen Corona-Schutzmassnahmen in der Kurzarbeit oder beim Erwerbsersatz seien entscheidend. (sda)

Artikel teilen


Folgen sie uns auf
1 Jahr für CHF 160.–

Abonnieren Sie jetzt Penso und bleiben Sie auf dem Laufenden.
Mit 8 Print-Ausgaben pro Jahr und dem vollen Zugriff auf alle Artikel auf penso.ch sind Sie stets gut informiert.