Alle wollen, dass psychisch Kranke erwerbstätig und integriert sind
Die Psychiatrie Baselland und die SWICA Gesundheitsorganisation sind eine Kooperation eingegangen. Hintergrund ist die Nachfrage, die über die regionalen Wurzeln hinausgeht.
Schlafmangel reduziert Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Auch die motorischen Fähigkeiten sind eingeschränkt: Übermüdete Personen stolpern häufiger, lassen Gegenstände fallen oder unterschätzen Gefahren. Menschen mit chronischer Insomnie haben gemäss internationalen Studien gar ein zwei- bis zweieinhalbfach erhöhtes Risiko für Arbeitsfehler und Unfälle.
«Schlafmangel ist für die Sicherheit am Arbeitsplatz gravierend», sagt Inglina Keller, Präventionsberaterin und Spezialistin Gesundheit bei der Suva. Übermüdete Mitarbeitende haben ein fast doppelt so hohes Unfallrisiko – im Strassenverkehr steigt es sogar um das Sieben- bis Achtfache.
Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, verliert im Schnitt rund sieben Arbeitstage pro Jahr durch Krankheit oder verminderte Leistungsfähigkeit. Selbst bei sechs bis sieben Stunden Schlaf sind es noch rund 3.7 Tage mehr im Vergleich zu ausgeschlafenen Mitarbeitenden. Schlafprobleme sind zudem häufig ein langfristiges Phänomen: Rund die Hälfte der Betroffenen leidet auch nach mehreren Jahren weiterhin unter anhaltenden Beschwerden. Chronischer Schlafmangel erhöht ausserdem das Risiko für psychische Erkrankungen sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Schlaganfall.
Die volkswirtschaftlichen Folgen sind erheblich: In Europa verursachen chronische Schlafstörungen jährlich Kosten in Milliardenhöhe – vor allem durch Produktivitätsverluste, Fehlzeiten und erhöhte Gesundheitsausgaben. Schlaf ist damit nicht nur ein privates Thema, sondern ein betrieblicher Erfolgsfaktor: Ausgeschlafene Mitarbeitende sind konzentrierter, treffen bessere Entscheidungen und fallen seltener krankheitsbedingt aus.
Im Dossier «Schlaf und Regeneration» geht Penso dem Thema Schlaf und Schlafmangel ausführlich auf den Grund.
Die Psychiatrie Baselland und die SWICA Gesundheitsorganisation sind eine Kooperation eingegangen. Hintergrund ist die Nachfrage, die über die regionalen Wurzeln hinausgeht.
Rund jede vierte Person in der Schweiz leidet nach eigenen Angaben an psychischen Gesundheitsproblemen. Vor allem das Klima am Arbeitsplatz macht den Schweizerinnen und Schweizern zu schaffen, wie aus einer Studie der Axa hervorgeht.
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