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Die vier wichtigsten Trends im Arbeitsmarkt 2022

Donnerstag, 30. Dezember 2021 - Karen Heidl
Das Research-Team des Arbeitgeber-Bewertungsportals Glassdoor veröffentlichte die jährlichen Trend-Prognosen für den Arbeitsmarkt. Während 2021 im Zeichen von Homeoffice, psychischer Gesundheit und Mitarbeiterbindung vor dem Hintergrund eines allgemeinen Arbeitskräftemangels stand, kommt es 2022 darauf an, die Machtverschiebung im Arbeitsmarkt weiter zu meistern.

«Erfolgreich werden die Unternehmen sein, die Chancen nutzen und Mitarbeiterbindung sowie die Art und Weise, wie Geschäfte gemacht werden, neu denken», prognostiziert das Glassdoor.

Trend 1: Unternehmen stehen verstärkt im Wettbewerb um neue Mitarbeitende

Das Jahr 2021 sollte als eine Vorlage dafür betrachtet werden, was im Jahr 2022 zu erwarten ist, empfiehlt Researcher Daniel Zhao. Zwar bezieht er sich in seiner Aussage vorwiegend auf die USA, allerdings ist dieser Trend auch in der Schweiz anhaltend. Die Generationenschere öffnet sich, während die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer in Pension gehen.

Glassdoor empfiehlt richtige Anreize zu bieten, etwa auf langfristige Arbeitsverträge statt zeitlich begrenzte zu setzen, attraktive Lohnpakete zu schnüren und Mitarbeitende nachhaltig zu motivieren. Desweiteren sollten Talentpools aus Gruppen rekrutiert werden, die leicht übersehen werden: Heim-Arbeiter, Pensionierte, Behinderte.

Trend 2: Fernarbeit wird den Zugang zu Spitzenkräften verbessern, allerdings zu einem höheren Preis

Die Pandemie hat den Geist der Remote Work aus der Flasche gelassen. Während Gehälter traditionell häufig an Standorte der Unternehmen gebunden sind, stellt sich die Frage des Standorts für remote arbeitende Top-Talente nicht. Die Wettbewerbssituation um Arbeitskräfte und Gehaltsstrukturen werden sich in Zukunft unabhängig von der Frage des Standorts verändern.

Schon jetzt sehen sich die Arbeitgeber einer zunehmenden Konkurrenz durch Unternehmen ausgesetzt, die Mitarbeitende aus der Ferne einstellen, analysiert Glassdorr, nach dessen Daten 20.4% der Arbeitgebenden, die im Oktober 2021 vor Ort einstellen, mit Remote-Jobs konkurrieren, was gegenüber 10.3% im Oktober 2019 fast eine Verdoppelung bedeutet.

 

Trend 3: Inklusion, Diversität und Gleichberechtigung werden eine höhere Priorität haben

Grosse Technologieunternehmen wie Apple und Google machten es in den letzten Jahren vor und weitere Konzerne zogen mit der Geschäftsberichterstattung zu den Themen Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion nach.

Dieser Wandel werde durch das wachsende Bedürfnis der Mitarbeitenden nach mehr Transparenz getrieben, beurteilt Glassdoor die aktuelle Entnwicklung.

Der Übergang von der Transparenz zur Rechenschaftspflicht kann auch dazu beitragen, die Diskussion auf ein höheres Niveau zu bringen. Transparenz allein könne die Herausforderungen in diesen Themen zwar nicht lösen, aber eine erhöhte Transparenz könne dazu beitragen, Schieflagen zu analysieren und Instrumente zur Lösung zu entwickeln, empfiehlt Gassdoor.

Trend 4: Arbeitsgemeinschaft wird ausserhalb der Unternehmenswände entwickelt

Die Bindungen zwischen Arbeitnehmenden und Unternehmen werden wichtiger. In Zeiten von pandemiebedingter Remote Work ist die Förderung von Gemeinschaftsgefühl und Bindung eine grössere Herausforderung geworden. Gerade auch neue Mitarbeitende haben kaum Möglichkeiten, vertiefte persönliche Team-Erfahrungen zu machen. Arbeitgebende sollten diesem Thema besondere Aufmerksamkeit schenken und sich dabei nicht ausschliesslich auf die Präsenzarbeit fokussieren.

 

Gassdoor-Trends im Original und ausführlich (in englischer Sprache)

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