Räte erhöhen für 13. AHV-Rente lediglich die Mehrwertsteuer

Mittwoch, 17. Juni 2026
Für die Finanzierung der 13. AHV-Rente wird zwar die Mehrwertsteuer erhöht. Höhere Lohnbeiträge gibt es aber nicht. Denn der Nationalrat hat nur einem der beiden Finanzierungsanträge der Einigungskonferenz zugestimmt.

Die Einigungskonferenz hatte sich an den Beschlüssen des Ständerats orientiert. Ihr Antrag war von der kleinen Kammer vergangene Woche erwartungsgemäss und mit klarem Mehr gutgeheissen worden. Im Nationalrat setzte sich nun die bürgerliche Mehrheit durch, die keine höheren Lohnbeiträge wollte.

Die grosse Kammer hiess lediglich den Einigungsantrag zur Mehrwertsteuererhöhung um 0.4 Prozentpunkte gut, mit 104 zu 87 Stimmen bei 7 Enthaltungen. Mit Ja stimmten SP, Mitte, Grüne und GLP, mit Nein SVP und FDP. Die um 0.2 Prozentpunkte höheren Lohnbeiträge lehnte der Nationalrat ab.

Noch nicht im Trockenen

Die von den Räten bewilligte Lösung ist noch nicht im Trockenen, denn sie muss am Freitag noch die Schlussabstimmungen überstehen. Zudem müssen Volk und Stände der höheren Mehrwertsteuer zustimmen, weil für die Erhöhung die Verfassung geändert werden muss.

Für die 13. AHV-Rente steigt gemäss Ratsentscheiden die Mehrwertsteuer um 0.4 Prozentpunkte. Unberührt bleibt der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs. Dazu gehören Nahrungsmittel und Medikamente. Die Mehrwertsteuer dürfte 2030 der AHV rund 1.5 Mrd. Franken im Jahr zusätzlich einbringen.

Die 13. Rente wird Ende Jahr erstmals ausbezahlt; 4.2 Mrd. Franken sind dafür 2026 nötig. Rund 4.5 Milliarden dürften es 2030 sein und 5.4 Milliarden 2040. An den Kosten beteiligt sich allerdings auch der Bund, mit rund einem Fünftel der AHV-Ausgaben. (sda)

Artikel teilen


Dossiers

Zum Fokus

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Folgen sie uns auf